Kronehit-Geschäftsführer Ernst Swoboda erzäht, was Kronehit TV von YouTube unterscheidet und mit wie vielen Zusehern er rechnet

MedienManager: Kronehit TV soll im erstenQuartal dieses Jahres kommen. Wann genau? Ernst Swoboda: Wir haben einen Termin, der nicht ganz am Ende des ersten Quartals liegt. Aber der Start kann sich auch bis ans Quartalsende verschieben. Es geht dabei vor allem um technische Fragen. Das kann man nicht auf den Tag genau festlegen. Wie wird Kronehit TV konkret aussehen? Swoboda: Wir werden mit Musikvideos und Text-Overlays starten. Das Musikformat wird dabei jenem im Radio entsprechen, aber wir werden das Radioprogramm nicht 1:1 umsetzen. Wieso nicht? Swoboda: Weil nicht von allen Titeln Musikvideos verfügbar sind. Und ein schwarzer Bildschirm oder ein Standbild mit Musik im Hintergrund – das ist wenig sexy. Online-Musik-TV gibt es längst: YouTube. Wie will man dagegen eine Chance haben? Swoboda: Wenn ich auf YouTube einzelne Musikvideos aufrufe, ist das etwas anderes, als wenn ich ein fertiges Programm vorgesetzt bekomme, das ich einmal einschalte und dann läuft es. Ein Programm, hinter dem eine Musikredaktion steht, die den Geschmack ihrer Zielgruppe kennt. Kronehit TV wird zunächst aus Musikvideos mit Text-Overlays bestehen. Welche Elemente sollen noch hinzukommen? Swoboda: Videonachrichten, Videos über kritische Verkehrssituationen, über Events usw. Aber auch Interviews mit Stars und Schaltungen ins Studio. Wir werden Kronehit TV Element für Element erweitern und immer wieder testen, wie diese ankommen. Woher werden diese Inhalte kommen? Swoboda: Eine ganze Reihe davon werden wir wohl selbst produzieren. Wir sind gerade dabei, unseren Sender im Inneren umzubauen. Dazu gehört auch, dass wir unsere Studios fernsehtauglich machen. Möglicherweise wird es auch Kooperationen mit dem einen oder anderen Medium geben, auch aus unserer Unternehmensgruppe. Und relevantes Videomaterial aus dem Ausland – beispielsweise Interviews von Preisverleihungen – können wir zukaufen. Was lassen Sie sich Kronehit TV kosten? Swoboda: Wir werden eine Anfangsinvestition von rund 150.000 Euro haben. Die laufenden Kosten werden bei rund 100.000 Euro pro Jahr liegen. Im Vergleich zu rund 16 Millionen Euro Aufwand im Jahr für den gesamten Betrieb sind diese Summen nicht wirklich beängstigend. Welche Zugriffszahlen erwarten Sie? Swoboda: Wenn wir anfangs über den Tag 200 bis 300 Zuseher gleichzeitig mobilisieren können, sind wirdurchaus im Plan. Autor: Lukas Plank