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Zum Start der für Jahresbeginn geplanten ORF-Radiothek hält man sich am Küniglberg noch bedeckt. Die „Privaten“ bleiben dennoch aufmerksam. Für Kronehit-Chef Ernst Swoboda sind „die Einwände gegen das Projekt Radiothek des ORF aufrecht“. Hauptsorge, formuliert Swoboda, sei der mögliche“ und beim ORF ja immer mitzudenkende „Missbrauch: „Das bloße Nachhören von – echten – ganzen Sendungen ist für mich unproblematisch. Durch entsprechend kleinteiliges Definieren von ,Sendungen‘ bzw. ansteuerbaren Elementen und deren Aneinanderreihen könnte man mit einer solchen ,Radiothek‘ aber fast beliebige Onlinestreams bzw. Webradios kreieren“, befürchtet Swoboda: „Damit könnte die Beschränkung des ORF betreffend digitale Angebote im Audiobereich völlig ausgehebelt werden – und das darf nicht passieren.“ Ähnliche Befürchtungen hegt auch Antenne-Österreich-Chefin Sylvia Buchhammer: „Was der ORF hier versucht, ist, seine marktbeherrschende Stellung über diese Hintertür weiter auszubauen – allerdings entgegen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen.“ Darüberhinaus sei die Etablierung und der Betrieb einer ORF-Radiothek inweit überwiegendem Maße über Gebühren finanziert, „während wir Privatradios Ähnliches aus unseren einzigen Erträgen, den Werbeeinahmen, stemmen müssten“, kritisiert Buchhammer hier ungleiche Wettbewerbsbedingungen zulasten der Privaten.