Der österreichische Werbemarkt ist 2016 um 4,6 Prozent gewachsen. Das Bruttowerbeaufkommen stieg auf 5,19 Mrd. Euro und damit erstmals über 5 Mrd. Euro. Das größte Wachstum verbuchte der ORF mit 16 Prozent, vor allem durch die Fußball-EM im Juni. Erstmals wurde 2016 das Sponsoring in die Werbebilanz aufgenommen. Sponsoring macht in der Werbebilanz etwa 800 Mio. Euro aus, auch deshalb ist das Gesamtvolumen der Bilanz deutlich höher als im Vorjahr (4,2 Mrd. Euro). Exklusive Sponsoring entfällt das größte Stück des Werbekuchens wie im Vorjahr auf den Printbereich (43,1 Prozent), gefolgt vom Fernsehmarkt (25 Prozent). Allein die Tageszeitungen lukrierten rund 25 Prozent des Gesamtwerbemarktes. Die politische Werbung verzeichnete ein starkes Minus (-20,9 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr. Den größten Werbewert setzte erneut der Rewe-Konzern um, der seine Ausgaben im Vergleich zum Vorjahr um knapp 20 Prozent steigerte. Bei den drei werbestärksten Konzernen handelt es sich denn auch allesamt um Handelsorganisationen: die Rewe-Gruppe mit 165,2 Mio., die Spar-Gruppe mit 129,5 Mio. und die Lutz-Gruppe mit 125,4 Mio. In den Zahlen der Tabelle sind – im Gegensatz zum Artikel – nur klassische Medien enthalten (d.h. kein Direct Marketing und Sponsoring).