Google wagt sich mit dem „Data Dress“ in die Modewelt. Facebook will ins Fernsehen und plant dafür eine Video-App

Im Silicon Valley sind die Big Player der IT-Industrie angesiedelt. Ein Blick dorthin zeigt wohl, was in naher Zukunft auch uns erwarten wird. Google goes Fashion. Google sieht sich im Fashion-Bereich um: Laut dem Android Developers Blog hat Google im Rahmen der NY Fashion Week mit Ivyrevel (H&M-Group) zusammengearbeitet, um Mode ins digitale Zeitalter zu bringen. Das „Data Dress“ ist ein personalisiertes Kleid, das gänzlich auf den Daten eines Users basiert. Google nützt dafür die persönlichen Daten, die über eine App gesammelt werden. Die App zeichnet diverse Signale des Users auf, zum Beispiel den Standort, das Wetter oder die individuellen körperlichen Aktivitäten. Aus diesen Daten errechnet die App persönliche Mode für den User. Momentan wird die sogenannte „Coded Couture“-App in der Betaversion von Influencern getestet. Für Kunden soll die App noch 2017 verfügbar sein. Faltbar. Stichwort Mode: iPhone-Enthusiasten können in Zukunft vielleicht ihre Smartphones auch in kleine Clutches quetschen. Apple hat vergangenes Jahr einen Patentantrag auf dehn- und biegbare Displays gestellt. Das „US Patent and Trademark Office“ hat diesen nun veröffentlicht, berichtet futurezone.at. Wann Geräte mit dehn- und biegbaren Bildschirmen gebaut werden, ist unklar. Samsung und LG haben laut Medienberichten angekündigt, dieses Jahr faltbare Handy-Displays zu launchen. Neue Bildschirme. Mark Zuckerberg möchte heuer vor allem in Videos investieren. Die Plattform „Digital Content Next“ berichtet, dass das soziale Netzwerk nicht nur Livestreams, sondern auch lange Premium-Videos machen will. Außerdem wagt Facebook einen Schritt in die Fernsehwelt. Das soziale Netzwerk hat auf seinem Unternehmensblog eine App für Smart-TV-Geräte angekündigt. Die Anwendung soll bald in den App-Stores von Apple TV, Samsung Smart TV und Amazon Fire TV verfügbar sein. Nutzer können die Videos sehen, die sie auch in ihren Newsfeeds finden. Auch Livestreams sind in der App verfügbar. Facebook hat außerdem angekündigt, dass Videos in der Smartphone-App nun in einem größeren Format angezeigt werden. Außerdem wird der Ton automatisch abgespielt und es ist möglich, Videos zu minimieren. Hoch im Kurs. Apple ist der teuerste Konzern weltweit. 700 Milliarden Dollar ist der Konzern wert. Die Apple-Aktie erreichte Mitte Februar einen Rekord-Betrag von 133,29 Dollar. Apple übertraf im vierten Quartal 2016 die Erwartungen – das iPhone 7 stand an der Spitze der Smartphone-Verkäufe. Auch die Erwartungen an das iPhone 8 haben zu dem Kursanstieg verholfen, berichtet das Handelsblatt. Laut Bloomberg überlegt Apple, sich ins Feld der Digital Glasses – und damit ins Feld der Augmented Reality – zu wagen. Ein paar Millionen des Umsatzes könnten jedoch für die Steuernachzahlung in Irland draufgehen: Die EU-Kommission beharrt laut Bild am Sonntag darauf, dass Apple 13 Milliarden Euro an Steuern nachzahlt. Werbeplus. Auch Facebook ist im vierten Quartal 2016 stark gewachsen. Grund dafür ist das gute Werbegeschäft. Der Umsatz sei um mehr als 50 Prozent gestiegen, teilte Facebook nach US-Börsenschluss mit. Für 2017 bleibt das Unternehmen bei seiner Einschätzung, dass die Werbeerlöse langsamer zulegen würden, berichtet die APA. Eine Niederlage musste Facebook laut APA aber im Streit über die Entwicklung der Virtual-Reality-Brille bei der Tochter Oculus einstecken. Facebook wurde von einem Gericht in Texas dazu angehalten, 500 Millionen Dollar an die Spielefirma ZeniMax Media zu zahlen. ZeniMax hatte eine Klage gegen Facebook eingereicht und dem Unternehmen vorgeworfen, ZeniMax-Technologie für die Entwicklung der Oculus-Brille genützt zu haben. Facebook hat den Vorwurf zurückgewiesen.