Durch sein eigenes „Story“-Format möchte der US-Internetgigant Google die Aufmerksamkeit der Leser steigern. In Zusammenarbeit mit Medien und Unternehmen wie CNN, der Washington Post oder Vox Media sollen die „Stories“ als offenes Format konzipiert und sowohl auf Smartphones als auch auf Tablets und Computern aufgerufen werden. Publishern wird durch die Erweiterung der AMP-Websiten (Accelerated Mobile Pages) die Möglichkeit gegeben, ihre Artikel mit Bildern, Videos, Animationen und Texten zu spicken. Neben Instagram und Snapchat lässt auch Facebook mit der Einführung eines „Story“-Formats aufhorchen. Strafe für Werber. Bei Googles Chrome-Browser geht es nun aufdringlicher Werbung an den Kragen. 30 Tage haben Werbetreibende Zeit, ihr Angebot zu überarbeiten, wenn sie mit ihrer Anzeige gegen die Maßnahmen der Coalition for Better Ads (Zusammenschluss von Medienunternehmen und Agenturen) verstoßen. Andernfalls wird die Seite von Chrome komplett gesperrt. Mittels dem Ad Experience Report können Publisher erkennen, ob sie sich mit ihrer Werbung im grünen Bereich befinden. Als besonders störend wurden beispielsweise Pop-ups sowie Videos mit automatischem Ton eingestuft. Ob andere Browser nachziehen, ist noch fraglich. Carousel Ads. Künftig ermöglicht das Bildnetzwerk Instagram Werbetreibenden innerhalb ihrer Stories Carousel Ads das Hochladen von bis zu drei Fotos und Videos. Die Medienelemente bieten Platz für kreative Ideen wie Gesichtsfilter, Superzoom und GIF-Sticker. Durchtippen, wischen und anhalten des Contents an jeder gewünschten Stelle können Marken ihre Kampagnen dank der Carousel Ads noch stärker hervorheben. Frei zugänglich. Um das Werbegeschäft anzukurbeln, macht Snapchat seine API (ApplicationProgramming Interface) für Entwickler frei zugänglich. Bisher war die Marketing-Schnittstelle nur für ausgewählte Partner wie beispielsweise Adobe zu haben. Durch die Öffnung haben Werbetreibende die Möglichkeit, auf die Tools, mit denen die Snapchat-Werbelösungen entwickelt werden können, zuzugreifen. Dass Werbekunden dank eigener Ad-Buying-Lösungen nicht mehr direkt über das Kauf-Team von Snap ihre Anzeigen buchen müssen, soll die Ad-Buchungen erhöhen und den Umsatz steigern. Welt entdecken. Die beliebte „SnapMap“ aus der App von Snapchat gibt es jetzt auch für den Browser. User können Schnappschüsse und Videos aus der ganzen Welt auf einer Online-Karte ähnlich wie jener von Google entdecken. Per Heat Map werden dabei spannende Orte gekennzeichnet. Rot bedeutet: Hier gibt es ganz besonders viel zu entdecken, während Blau signalisiert, dass nur wenige Videos oder Schnappschüsse in dieser Regionzu finden sind. Messenger Konkurrenz. Ein neuer Messenger von Google soll den Marktführern ordentlich einheizen. Ein bald erscheinendes Update von Android Messages soll laut eines Berichtes von Android Police zahlreiche Neuerungen mit sich bringen: Künftig wird es möglich sein, Android Messages mit Browsern wie Firefox oder Chrome zu verwenden. Auch klassische SMS soll unterstützt werden, womit man auch als Android-Nutzer eine Kurznachricht über den PC versenden könnte. Ebenfalls in Planung scheint ein RCS Support zu sein, welcher Datentransfers, aber auch die Abfrage des „Tipp-Status“, wie bei Marktführer WhatsApp, ermöglicht. Die letzte Neuerung von Google soll ein Zahlungssystem sein, der das Bezahlen bestimmter Produkte nur mit Android Messages erlaubt. Schwarze Zahlen. Erstmals seit dem Börsengang der Foto-App Snapchat sehen die Zahlen des Unternehmens deutlich besser aus. Die Aktie der App konnte dank einer Erhöhung um gut ein Fünftel im nachbörslichen Handel sogar die Erwartungen der Analysten übertreffen. Ebenfalls über schwarze Zahlen freut sich der Kurznachrichtendienst Twitter. Zwar verliert das Unternehmen in den USA weiterhin Nutzer, weltweit zwitschern aber monatlich 330 Millionen aktive Teilnehmer. Autor: Daniela Purer