Die Werbeaktivitäten starten im Jahr 2018 sehr zurückhaltend. Das Werbewachstum der klassischen Werbung entspricht mit +0,5 Prozent einer Stagnation gegenüber dem Vorjahr. Die außerordentliche Steigerung der Werbespendings in der Wirtschaftsgruppe „Diverses“ ist auf die politische Werbung zurückzuführen. Im Jänner wurden von den Parteien bedingt durch die bevorstehenden Landtagswahlen 3 Mio. mehr in Werbung investiert als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Die Steigerung im Bereich Bekleidung/persönlicher Bedarf resultiert aus der Uhrenbranche; diese sind mehrheitlich auf die Swatch Group zurückzuführen. Bei Bauen und Wohnen zeichnen einerseits der DIY-Handel und andererseits die Elektrokleingeräte verantwortlich für das überdurchschnittliche Wachstum der Werbespendings. OBI hat im Jänner € 1 Mio. in klassische Werbung investiert; im Vorjahr nahezu nichts. Die Marken Braun und Philips steigerten deutlich ihre Werbeausgaben für ihre Elektroprodukte im Kosmetik- bzw. Mundhygienebereich. Folgende Wirtschaftsbereiche haben ihre Werbeausgaben deutlich reduziert: Das Minus von etwa 4 Mio. im Dienstleistungsbereich ist in erster Linie auf die Unternehmen im Wettspielbereich zurückzuführen. Weiters haben auch die öffentlichen Institutionen die Werbeausgaben deutlich eingeschränkt. Der Telekommunikationsbereich zeichnet hauptverantwortlich für den Rückgang der Werbeaktivitäten im Bereich der Gebrauchsgüter.