© dm/Digitalsunray
Harald Bauer, dm; Gerhard Günther, Digitalsunray

Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram und Pinterest, aber auch Snapchat: Sie sind vor allem im Jugendsegment seit Langem ein fixer Bestandteil des täglichen Lebens. Ein Grund mehr, als werbetreibendes Unternehmen auf eine digitale Medienstrategie zu setzen.

Messaging-Dienste à la WhatsApp und Facebook Messenger haben sich zu den reichweitenstärksten Mobilkanälen entwickelt und bieten – überlegt eingesetzt – sehr hohes Potenzial, Markenbotschaften rasch und direkt bei den Zielgruppen zu platzieren. Davon ist zumindest Gerhard Günther, Geschäftsführer der Agentur Digitalsunray, überzeugt: „Soziale Medien generell waren und sind gepaart mit den mobilen Endgeräten der größte Schritt für Unternehmen von einer klassischen Einweg-Kommunikation zu einer direkten Zwei- bzw. Mehrwegkommunikation mit seinen Zielgruppen“, so Günther. Sehe man sich Kanäle wie WhatsApp oder den Facebook Messenger an, erkenne man sofort, welches Potenzial diese Kanäle für einen Marketer bereitstellen, ist der Digitalsunray-Chef überzeugt. „Unternehmen können durch WhatsApp Business und die Funktion Broadcast Interactive mit Kunden kommunizieren, diese nach Wichtigkeit kategorisieren, vorgefertigte Antworten auf Schlagwörter vorbereiten und personalisierte Nachrichten an alle angemeldeten Kunden aussenden. Und dies aufgrund des 2-Wege-Opt-ins sogar auch DSGVO-konform.“ Aus Sicht eines werbetreibenden Unternehmens kann dm-Geschäftsführer Harald Bauer diesen Ansatz bestätigen: „Social Media hat sich bei dm als wichtiger Bestandteil der Markenkommunikation etabliert: vor allem in den Bereichen des direkten Kundendialogs und des Kundenservices, aber natürlich auch im Content Marketing und in  der Verkaufsförderung. Zentral ist es, die Wünsche und Bedürfnisse der Kunden bestmöglich zu erfüllen – auf jenen Wegen, die auch die Kunden nutzen. Ob künftig auch Instant-Messaging-Dienste wie WhatsApp eingesetzt werden, wird sich anhand der Präferenzen unserer Kunden entscheiden.“

Strategie. „Die Basis unserer Kommunikation – online wie offline – ist aktiver, serviceorientierter und individueller Dialog“, erläutert dm-Geschäftsführer Bauer: „Das Zuhören ist hier ein ganz wichtiger Bestandteil. Social Media hilft uns, die Bedürfnisse unserer Kunden besser zu verstehen, und gibt uns die Möglichkeit, direkt, zielgerecht und relevant zu antworten.“ dm hat bereits große Online-Communities aufgebaut. Die wichtigsten Kanäle sind Instagram und Facebook, die überwiegend mobil genutzt werden. Ist diese Art der Kundenkommunikation für alle Marken gleichermaßen geeignet? „Wie bei jedem Kanal gibt es Player am Markt, für die diese Kanäle perfekt passen, weitere, die sie zum Teil einsetzen können, und welche, wo man eher abraten würde“, beschreibt Gerhard Günther seinen Agenturalltag. „Jede Marke bzw. jedes Unternehmen ist aber speziell in diesem Bereich für sich individuell zu betrachten. Ich denke, dass WhatsApp noch viel zu wenig verwendet wird. Das kommt aber nicht von ungefähr, da dieser Kanal ursprünglich ja eigentlich auch nicht für Marketing und Sales ausgelegt war. Man sollte aber wissen, wer ist meine Zielgruppe, wo befindet sich diese, welches Medium verwendet sie am häufigsten, wie nutzt sie meine Produkte, Services oder Dienstleistungen. Kurzum, das ‚neue Gold‘ Daten steht auch hier im Vordergrund.“ Aber eben nicht plumpe Daten sondern Smart Data, d. h. wirklich zu segmentieren, aus vergangenen Kampagnen zu lernen, die Learnings wieder einfließen zu lassen und so über die Zeit granularer, zielgerichteter und relevanter in seiner Zielgruppenansprache zu werden. „Dies – gepaart mit der entsprechenden kreativen Umsetzung – sehe ich als Schlüssel zu einer Rundum-Digital-Kommunikation.“