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Zukunftsprognose TV: VoD, Snapchat, IG-TV und YouTube

© Johanna Wohlrab
A. Bonfiglio, Warda Network

Maßgeschneiderte Inhalte in Echtzeit: Die Generation Z hat gänzlich neue Ansprüche an TV.

In Zeiten, in denen alles optimiert werden muss, gibt es auch für TV, Filme und Serien ein Zukunftsmodell. VoD (Video on Demand), Snapchat, Instagram-TV, YouTube und „Real time“-Serien sind die relevanten Medien.

Es ist nichts Neues: klassisches, lineares Fernsehen verliert in der jungen Zielgruppe an Relevanz und wird kaum mehr als Medium wahrgenommen. Die Generation Z (ab Jahrgang 1995) wird zu absoluten Media-Multitaskern und nutzt unterschiedliche Medien und Devices gleichzeitig. Nicht nur die veränderte Mediennutzung und die ungeteilte Aufmerksamkeit der jungen Generation lässt neue Kanäle an Popularität gewinnen, die Macht selbst zu entscheiden, was und wie lange man sehen will, scheint eine der größten Bedürfnisse der Gen Z zu sein.

Ein neues Zukunftsmodell für Serien ist beispielsweise die neue Teenie-Show „Skam“. Skam ist eine „Real time“-Serie, die durch Social Media Integration die Storyline weiterführt. Die Protagonisten führen im „wahren Leben“ auf sozialen Medien „echte Profile“. Skam lädt Clips zu Uhrzeiten hoch, die den Szenen der Serie entsprechen. Eine Clubszene wird beispielsweise um 2:30 Uhr ausgestrahlt, während eine Szene, die sich im Unterricht abspielt, in der Früh hochgeladen wird.

Generation Z. Der Kampf scheint für das klassische Medium nahezu aussichtslos: Soziale Netzwerke wie Snapchat und Instagram werden von unterschiedlichen Formaten und sogar von TVSendern aufgegriffen, um dort zielgruppenspezifischen Content auszuspielen. MTV plant eine Snapchatserie, bei der 5-Sekunden- Interviews mit Musikern gezeigt werden – mehr als genug Zeit, um der Gen Z relevante Messages zu kommunizieren. Die Zukunft der Entertainmentbranche und der Medien wird zweifellos von den Interessen, Erwartungen und Bedürfnissen der Gen Z beeinflusst. Aktuelle Trends deuten auf höchst personalisierte und maßgeschneiderte Unterhaltungs- und Informationsmedien hin. Die Möglichkeit,  selbst am Content mitzuwirken (durch Votings, Interaktion mit Protagonisten etc.) wird einen relevanten Mehrwert darstellen.

Technologische Fortschritte in Richtung Gaming, Virtual Reality und soziale Medien ermöglichen der Zielgruppe in hyperrealistische, tief greifende fiktionale Welten einzutauchen, und überholen damit lineares TV. Kurz gesagt: Die Aufmerksamkeitsspanne wird geringer, Inhalte werden immer kürzer, Content wird interaktiv und passt sich den Usern an, Selbstbestimmung wird immer wichtiger.

Autor: Anna-Maria Bonfiglio, Warda Network GmbH