Publizistin Barbara Coudenhove-Kalergi wird 80
zurück| 13.01.2012 |
Auch in hohem Alter führt sie ihren Kampf um Weltoffenheit und Minderheitenrechte unermüdlich fort. Sie ist immer dann zur Stelle, wenn Stammtisch-Rhetorik zur Richtschnur zu werden gilt als "Gewissen des guten Österreich": Die Journalistin und Publizistin Barbara Coudenhove-Kalergi wird am Sonntag, 15. Jänner, 80 Jahre alt.
Auch der Kampf um die politische Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, für den sie in der Vergangenheit arbeitete, ist der Grande Dame ein Herzensanliegen. Coudenhove-Kalergi entstammt einer aristokratischen Intellektuellen-Familie mit Wurzeln in Böhmen und Japan. Sie selbst wurde am 15. Jänner 1932 in Prag geboren und lebt seit 1945 in Österreich. Hier arbeitet sie als Schriftstellerin und Publizistin unter anderem für die Tageszeitungen "Die Presse", "Kurier" und das Nachrichtenmagazin "profil" - zuletzt vor allem für den "Standard". Dem breiten Publikum wurde sie in den 70er und 80er Jahren durch ihre "Ostblock"-Reportagen für den ORF bekannt. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs kehrte sie in ihr Geburtsland zurück.
Hohe politische Ämter sind ihr öfter angetragen worden, annehmen wollte sie solche Funktionen aber nicht. Sie wolle sich selbst treu bleiben, so hatte ihre Begründung gelautet, als sie 1997 aufgefordert worden war, für das Amt des Bundespräsidenten zu kandidieren. Für ihr Engagement bekam Coudenhove-Kalergi im Jahr 2001 in Prag den Masaryk-Orden verliehen bekommen. Der tschechische Staatspräsident Vaclav Havel würdigte dabei ihre "besonderen Verdienste um Demokratie und Menschenrechte". 2005 wurde sie mit dem renommierten Ehrenpreis der Concordia für ihr Lebenswerk geehrt. Im gleichen Jahr erhielt sie den Axel-Corti-Preis der österreichischen Volksbildung.




