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Sexistische Werbung wurde häufiger beanstandet

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Werbung mit nackten Frauenkörpern ist beliebt und verpönt zugleich: "Geschlechterdiskriminierende Werbung" war der mit Abstand häufigste Beschwerdegrund unter den insgesamt 278 Beschwerden, die im Vorjahr beim österreichischen Werberat eingetroffen sind.

Insgesamt musste der Werberat zehnmal zum sofortigen Stopp einer Kampagne auffordern - das ist die höchste Anzahl an Stopps seit der Neustrukturierung des Gremiums im Jahr 2008, wie der Presserat am Dienstag in einer Pressekonferenz bekannt gab. "Aufreger" des Jahres 2011 war ein TV-Spot des Mobilfunkanbieters Telering, in dem sich Weihnachtsmann und Christkind einen handgreiflichen Konkurrenzkampf lieferten. Insgesamt gingen 78 Beschwerden zu diesem Spot ein, woraufhin das Unternehmen die Werbung zurückzog und erneuerte. Unter den "Werbesündern" fand sich wie so oft das Unternehmen "Bet-at-home", dessen geschlechterdiskriminierende Printsujets "Lieben Sie Handball?" und "Ballspiele" die Werberäte unterbunden haben.

Nach der Geschlechterdiskriminierung waren "Ethik und Moral" und "Gewalt" die häufigsten Gründe für Beschwerden beim österreichischen Werberat. Am meisten kritisiert wurden diesmal erstmals TV-Werbespots (45 Beschwerden). TV löste damit die Plakatwerbung auf Platz eins der meistbeanstandeten Werbemedien ab. An dritter Stelle im Ranking fanden sich Beschwerden zu Printwerbung.

Der österreichische Werberat hat sich im Vorjahr beinahe rundumerneuert. Das Entscheidungsgremium umfasst seit September 160 statt bisher 90 Mitglieder, neu gewählt wurde auch der Vorstand, wobei Michael Straberger für weitere drei Jahre bestellt wurde. Überarbeitet wird derzeit der Selbstbeschränkungskodex im Bereich "Kinder und Gewalt", bis spätestens Mitte April soll dies abgeschlossen sein.