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Gemeinsam für eine starke Medienlandschaft arbeiten

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Vorschläge des Vereins Digital Hub Vienna für eine innovative Medienpolitik liegen auf dem Tisch. Die österreichische EU-Ratspräsidentschaft bietet nun die Möglichkeit, zukunftsweisende Schritte zu setzen.

"Die Medienenquete von Bundesminister Gernot Blümel hat eine Menge an spannenden Vorschlägen hervorgebracht, wie wir es gemeinsam schaffen können, den Medienstandort Österreich und Europa wieder voranzubringen", freut sich Birgit Kraft-Kinz, die Gründerin des Vereins Digital Hub Vienna. "Nun ist es wichtig, dass wir diesen Drive beibehalten und die entscheidenden Maßnahmen möglichst schnell umsetzen. Dafür müssen wir alle gemeinsam an einem Strang ziehen."

Mediale Vielfalt bewahren und Wirtschaftsstandort stärken

Bereits im Vorfeld der Medienenquete hat der Verein Digital Hub Vienna seine, in zwei Diskussionsrunden mit BranchenvertreterInnen entstandenen, Vorschläge dazu präsentiert. In einer Nachbesprechung haben nun zahlreichende Medienschaffende, wie etwa Ursula della Schiava-Winkler (Academy- 4socialskills), André Eckert (IAB & Russmedia), Caroline Krall (Dialogium), Florian Laszlo (Observer), Konrad Mitschka (ORF), Marika Puspök (ORF), Paul Ranefeld (Skip), im Rahmen des Digital Hub Vienna weitere Ideen entwickelt.
Eine neu aufgestellte Medienförderung soll es etwa auch kleineren Publikationen ermöglichen, weiterhin am Markt zu bleiben. "Eine breite und vielfältige Medienlandschaft ist wichtig für den Wirtschaftsstandort Österreich und schafft viele Arbeitsplätze. Der Werbewirtschaft muss ein umfangreiches Angebot zur Verfügung stehen, ihre Mittel im Land einzusetzen, damit dieses Geld nicht einfach ins Ausland abfließt", gibt sich Jens Hurtig, Mitbegründer des Digital Hub Vienna überzeugt. "Gleichzeitig ist mediale Diversität ein sehr wichtiger demokratiepolitischer Faktor. Er zeichnet unser Land aus und sollte deshalb entsprechend abgebildet werden."

Faire Beiträge von Facebook und Google gefordert

Finanziert werden sollen die notwendigen Förderleistungen dem Digital Hub Vienna zufolge aus einer angemessenen Besteuerung von Internet-Riesen wie Google oder Facebook. Diese streichen bisher einen Großteil des Werbegeldes am heimischen Markt ein, ohne dafür entsprechende Abgaben zu entrichten. Möglich ist dies, weil sie keine physischen Standorte in den meisten Ländern besitzen, in denen sie ihre Umsätze machen. Mit einer rechtlichen Schaffung und Besteuerung digitaler Betriebsstätten würde man ihnen nicht nur einen unfairen Wettbewerbsvorteil entziehen, sondern ebenso die Basis für eine nachhaltige Medienförderung legen.
"Es ist an der Zeit, dass auch diejenigen, die sich bisher in Steueroasen verschanzt haben, einen fairen Beitrag leisten", erklärt Kraft-Kinz. "Möglich ist eine solche Lösung aber nur auf gesamteuropäischer Ebene, wo Einigungen leider oft schwer zu erreichen sind. Aus diesem Grund ist die anstehende EU-Ratspräsidentschaft Österreichs eine große Chance, zukunftsweisende Schritte zu setzen, die die europäische Medienlandschaft und damit auch ganz Europa langfristig stärken."

Über den Digital Hub Vienna

Der Digital Hub Vienna ist als gemeinnütziger Verein organisiert: Zweck des Vereins ist es, die Digitalisierung und den digitalen Wandel in der Gesellschaft und Wirtschaft zu etablieren und zu fördern. Dabei steht der Wissenstransfer im Mittelpunkt. Mehr Wissen baut Ängste ab und lässt Möglichkeiten entstehen. Der Digital Hub Vienna hat als Plattform für den digitalen Wandel unterschiedliche Schwerpunkte, u. a. Hub Wissen, Hub Kommunikation und Hub Bridging. Der verantwortungsvolle Umgang mit der Digitalisierung ist das Hauptanliegen des Vereins.


Autor: Martin Hechenblaickner


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