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Sophie Feiks, Team Lead Programmatic bei Performics Österreich


In-house-Technologie am besten

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Agenturen vertrauen laut einer weltweit durchgeführten Umfrage bei Programmatic am liebsten auf eigene Entwicklungen – auch in Österreich.

Wenn es um den programmatischen Einkauf von Mediainventar geht, nutzen Agenturen vorzugsweise einen eigenen Adtech-Stack. Das ergab eine internationale Umfrage von ExchangeWire und Iponweb. Begründet wird diese Vorliebe mit einer größeren Unabhängigkeit von Drittanbietern, aber auch damit, dass aktuelle Probleme wie Adfraud besser gehandhabt werden können. In Österreich bilden sich diese internationalen Entwicklungen ebenfalls ab.

Kombination. „Wenn es um Daten und Verarbeitung geht - sprich um eine DMP - arbeiten wir mit einer zentralen Technologiesuite, mit flexiblen Applikationen, Data Analytics-Tools und digitalen Services, die übergreifend alle digitalen Angebote und Produkte der Agentur bündeln“, erläutert beispielsweise Mirko Popofsits, Director Digital, Data & Technology bei Wavemaker: „Hierbei erhalten wir Zielgruppen-Insights aus zahlreichen Datenquellen für die erfolgreiche Konsumentenansprache, sowie ein umfassendes Set an optimalen Lösungen für die Planung, Implementierung und das Reporting digitaler Werbekampagnen aus einer Hand - von der Analyse detailliertester Daten bis hin zum Programmatic Advertising.“ Bei der Aktivierung der Daten - also der Nutzung von DSP- und Adserver-Lösungen bzw. unterschiedlichste Brand Safety-Lösungen – sei man aber eher „tech-agnostisch“, so Popofsits weiter: „Unsere Kunden entscheiden selbst, ob sie Services und Tools in einem Paket buchen möchten, mit Verwendung unserer DSP-Partner und einem optimierten State oft he Art Tech-Stack, oder eigene Technologien z.B. eine eigene Data Management Plattform verwenden wollen und nur einzelne Tech Tools über uns beziehen.“ Flexibel hält man es auch bei Performics Österreich, wie Team Leader Programmatic Sophie Feiks erklärt: „Wir setzen zum großen Teil betriebsintern entwickelte Technologien mit Schnittstellen zu externen Programmen ein. So nutzen wir die komplette Bandbreite aller Möglichkeiten und können diese 1:1 an unsere Kunden weitergeben.“ Vorteil dieser Umsetzung sei, dass man immer am neuesten Stand der Technik ist, abgestimmt auf firmeneigene Bedürfnisse sowie auf die Anforderungen der Kunden, so Feiks.

Sowohl als auch. Dennoch können die Experten generell beiden Seiten – hier eigene Technologie, dort externe Programme – etwas abgewinnen. „Das eigene Technologie-Stack ermöglicht es, sämtliche Silos innerhalb des Digitalangebotes zu beseitigen und somit alle Digitalkompetenzen und Technologien sehr viel enger miteinander zu verzahnen“, argumentiert Wavemaker-Digitalexperte Popofsits: „Externe Programme helfen uns trotzdem dabei, das Angebot von Media- und Tech-Anbietern zu validieren. Zum Beispiel macht es Sinn, sich nicht auf die Viewability-Auswertungen von Google, Facebook & Co. zu verlassen, sondern Drittanbieter zu verwenden, die ebenfalls mitmessen. Das Gleiche gilt auch für Brandsafety- und die Ad-Fraud-Analyse“, so Popofsits.


Autor: Erika Hofbauer


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