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Seit 2013 ist Mag. Tina Kasperer, Geschäftsführerin der Allmediabizz Mediaplanning and Buying GmbH, für die Umsetzung und die strategische Ausrichtung des Media Awards verantwortlich.


Media Award: „2018 machen wir einen Break, und es wird alles anders“

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Am 8. Juni 2018 wird bereits zum 15. Mal herausragende Media-Arbeit aus Österreich mit den Media Awards ausgezeichnet. Der MedienManager begleitet das spannende Branchen-Event.

Noch vor wenigen Jahren wurde Media-Arbeit allgemein als hochwertiges Handwerk geschätzt, gut bezahlt, und ihre Existenz wurde so gut wie nie in Frage gestellt. In einem Ökosystem, wo Unternehmen ihre Budgets erfahrenen Mediaagenturen anvertrauten, diese das Geld auf gewinnversprechende Medien aufteilten und über den Return on Investment wieder genug Geld an die Unternehmen floss, stellte sich die Frage nach Veränderung nicht.

Existenzberechtigung. Seit nun die Digitalisierung Einzug gehalten hat und neben ihren vielversprechenden Möglichkeiten auch die Existenzfrage an viele Geschäftsmodelle richtet, poppt auch im Medienbusiness immer öfter die Frage auf: Braucht es Media-Arbeit in ihrer traditionellen Form denn überhaupt noch?

Handwerk Mediaplanung. Tina Kasperer, Geschäftsführerin der Allmediabizz Mediaplanning and Buying GmbH und Veranstalterin des prestigeträchtigen Media-Award, stellt sich diese Frage tatsächlich nicht: „Dadurch, dass sich die ganze Medienlandschaft so dramatisch umgestellt hat, dadurch dass der gesamte Online-Bereich so viel Platz eingenommen hat, vom Know-how, von der Technik und der IT her, hat man den Eindruck, es ist alles komplett anders als vor 15 Jahren, als der Media Award ins Leben gerufen wurde. Man gewinnt den Eindruck, Media ist rein technologisch geworden, es braucht nur mehr große Computer- und Datenerfassungsprogramme, und dann drückt man auf den Knopf, und unten kommt heraus, wie man am besten die Zielgruppe und das Individuum erreicht. Aber es ist auch ein großer Teil analoges Handwerk dabei: Die Planung mit klassischen Medien oder den Boden aufzubereiten für Marken, das passiert nach wie vor im Bereich der analogen Medien, des analogen Erlebens. Es geht ja auch um Multisensorik. Das ist, was ich Handwerk der Mediaplanung nenne.“

Alles neu. Genau aus diesem Grund ist und bleibt der Media Award relevant: um Bewusstsein für außergewöhnliche Mediaarbeit abseits des Mainstreams zu schaffen, um die Menschen vor den Vorhang zu holen, die von der Motivation angetrieben werden, Außergewöhnliches zu schaffen. Bei allem Traditionsbewusstsein ist es Tina Kasperer und ihrem Team ein Anliegen, mindestens ebenso kreativ und modern wie die Mitwirkenden mit Einreichungen die Award-Gala in die Zukunft zu führen. „2018 machen wir einen Break, und es wird alles anders“, verrät die Gastgeberin vorab, die den Veranstaltungsort vom Kursa-lon Hübner auf den Erste Campus Wien verlegen hat lassen: „Wir haben eine neue Eventagentur namens ,Attention‘ aus Linz, locker und unvoreingenommen, die mit vielen neuen Ideen an die Veranstaltung herangegangen ist. Die Veranstaltung wird kurzweiliger, wir haben viel von dem langatmigen Verleihungsprozedere gekürzt. Es wird fast keine Laudatio mehr geben, keine Reden mehr auf der Bühne, dafür beeindruckende Showacts, zu denen ich noch nicht so viel sagen möchte. Wir möchten wirklich, dass Spannung da ist, dass das Publikum, das am Freitagabend die Zeit opfert und dorthin kommt, einfach auch Spaß hat und die ganze Veranstaltung genießen kann.“

Juryprozess reloaded. Neben dem Ablauf der Media-Award-Gala wurde im Vorfeld auch der Juryprozess neu aufgesetzt. In der ersten Jurystufe begutachten rund 60 Experten aus Mediaagenturen, dem Kreis der Initiatoren, der werbetreibenden Wirtschaft sowie Studenten der Fachhochschule St. Pölten die eingereichten Cases online und treffen eine Vorauswahl. Die etablierten Kategorien „Kreative Media-Idee“ und „Exzellente Media-Strategie“ bleiben bestehen, doch die Hauptjury wird zum ersten Mal – ähnlich dem EFFIE – eine Diskussionsveranstaltung sein, wo rund um die ausgelobten Einreichkategorien zwei Arbeitskreise gebildet werden. Dort werden in der Folge die Cases aus der Shortlist diskutiert und in der Diskussion Gold, Silber und Bronze vergeben. Bei allen angekündigten Veränderungen bleibt der Fokus des Media Award mehr als deutlich bestehen: das Hervorheben von Handwerks Media-Arbeit, die, basierend auf Erfahrungsschatz und Können, auch öffentlich die Wertschätzung erfahren soll, die sie verdient.

 

Start der Einreichung: 08. 01. 2018 - Ende der Einreichung: 16. 02. 2018

Start der Vorjury online: 05. 03. 2018

Ende der Vorjury – Festlegung der Shortlist: 23. 03. 2018

Hauptjury Sitzung mit Wahl der Preisträger: 18. 04. 2018

Event: 08. 06. 2018

Es kann in zwei Kategorien eingereicht werden. In der Kategorie „Kreative Media-Idee“ geht es um neue Media-Ideen und Media-Umsetzungen, die zuvor noch nicht so eingesetzt wurden, neue Sonderwerbeformen und innovative Adaption von Werbeträgern. Hier sollen vorrangig impactstarke und zielgruppenadäquate Einzellösungen vorgestellt werden sowie deren Wirkung auf die Zielgruppe.

In der Kategorie „Exzellente Media-Strategie“ werden exzellente strategische Lösungen und ein Kommunikationsmix, der zielorientiert geplant und umgesetzt, prämiert. Perfekt abgestimmt sind dabei der Einsatz unterschiedlicher Mediengruppen (Printmedien, elektronische und digitale Medien, Outdoor und Kino) und die Ansprache der Zielgruppe auf mehreren Ebenen. Darüber hinaus wird ein Publikumsrpreis für einen besonders auszeichnungswürdigen Case verliehen.

Die Initiative Media Award wird von Epamedia, Gewista, Goldbach Austria, Kleine Zeitung, Kronen Zeitung, ORF-Enterprise, RMS (Radio Marketing Services) und der Verlagsgruppe NEWS unterstützt.


Autor: Tatjana Lukas


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