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Klaus Fessel und Ronald Luises


Millionen für politische Werbung

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Der Wahltermin rückt näher, und diese Phase ist für die Werbebranche – Agenturen und Mediengattungen – eine profitable Zeit.

Seit Jahresbeginn investierten die politischen Parteien (SPÖ, ÖVP, FPÖ, die Grünen und NEOS) gut 15,5 Mio. Euro, um Werbung für ihre Ziele und Pläne zu machen. Das ergab eine aktuelle Erhebung von Marktforscher Focus, der die politische Werbung im Vorfeld der Nationalratswahl erhob. Gut ein Drittel dieser Spendings buchte die ÖVP, FPÖ und SPÖ liegen mit ihren Werbeausgaben in etwa gleich auf. Der stärkste Werbemonat in diesem Zusammenhang war der September mit rund 6,5 Mio. Euro, wiewohl die erhobenen Daten für September und Oktober noch nicht vollständig vorhanden sind, erläuterten die Focus-Geschäftsführer Klaus Fessel und Ronald Luisser. 

Print profitiert. Nach Werbekanälen differenziert (Basis: August bis Oktober) hat Print bei den „Großen Drei“ (SPÖ, ÖVP, FPÖ) die Werbenase vorn, wobei auch die Werbeimpulse im TV bei der SPÖ äußerst gefragt waren. Grüne und NEOS setzten hauptsächlich auf Außenwerbung. Insgesamt fließen nahezu 90 Prozent des Gesamtvolumens der politischen Werbung in die Medien Print (48%) und Außenwerbung (39%). Ein Blick auf die Werbeträger im Print verdeutlicht den hohen Stellenwert der Tageszeitungen. Das Ranking der Zeitungen mit den höchsten politischen Werbeanteil im Zeitraum August bis (aktuell) Oktober führen Österreich und die Kronen Zeitung (jeweils über 13%) an, gefolgt von Kurier und Heute (über 7%). Im Vergleich zur NR-Wahl 2013 gaben laut Focus die Parteien heuer (Basis August bis Oktober) insgesamt jedoch teilweise deutlich weniger für politische Werbung aus als 2013.


Autor: Erika Hofbauer


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