Medienszene West, Startseite

Das Gegenüber von Print – Online – profiliert sich

Nachrichtenmarke etablieren

zurück

Positionierung, Qualität und Digitalisierung sind die wichtigen Stichworte für 2012

Max Dasch, Herausgeber der SN, ist überzeugt: „Über den Erfolg in den nächsten Jahren wird die Qualität des Contents entscheiden, unabhängig von den Kanälen der Kommunikation.“ Moser Holding-Chef Hermann Petz sieht als Herausgeber
der TT „Zeitungen als einen – wesentlichen – Kanal einer Nachrichtenmarke“. Und diese Nachrichtenmarke bedient alle Kanäle: „Ich gehe dabei von einer weiterhin überdurchschnittlichen Bedeutung des Print-Kanals aus. Es stellt sich deshalb nicht die Frage, welcher Kanal ‚entweder/oder‘ bedient wird, sondern ‚sowohl als auch‘.“ Bei der TT werde die kanaloptimierte Verbreitung der Nachrichtenmarke TT weiter vorangetrieben werden. Dazu gehört die fortschreitendeIntegration des Print- und Onlinejournalismus.

Langer Weg für Online. Bei den SN soll, so Dasch, der Vertriebserlösanteil im Verhältnis zum Anzeigenumsatz steigen: „Unsere iPad-Lösung SN-HD ist eine erstklassige Ergänzung zu SNPrint und wird sich auch als Geschäftsmodell bewähren.“ OÖNHerausgeber Rudolf Cuturi sieht für Online noch einen langen Weg, bevor es wirklich Gewicht in der Medienlandschaft bekommen wird: „Wie in der Gastronomie wird sich am Zeitungsmarkt ein Quickfoodmarkt etablieren – schnell und ohne besondere Ansprüche auf Qualität. Qualität hat aber ein anderes, anspruchsvolles Publikum, das auch weiter bereit sein wird, mehr oder weniger tief in die Tasche zugreifen, um eben Qualität zu bekommen.“ Mit dem geplanten Relaunch der OÖN im März 2012 soll diese Richtung eingeschlagen werden. Für Eugen Russ, Chef des Vorarlberger Medienhauses und Herausgeber der VN, spielt die Digitalisierung auf internationaler Ebene künftig eine wichtige Rolle. Die Abo-Beziehung pflegen und Richtung digital transformieren stehen ebenfalls auf seiner Agenda.


Doppelpass. Um die positive Entwicklung der RMA-Medien fortzuführen, setzt Geschäftsführer Michael Tillian mit seinem
Geschäftmodell „gratis an alle Haushalte“ verstärkt auf Inhalte für ein jüngeres Publikum. Ausbaufähig sind seiner Meinung nach die Online-Portale in allen Bundesländern. Seit Herbst 2011 bietet die RMA zusätzlich zu den digitalen Sparten kostenlose iPhone-Apps an; der Fokus liege auch hier auf lokaler und regionaler Relevanz der Nachrichten, so Tillian. Ebenfalls immer stärker den Doppelpass Print und Online spielt Josef Gruber, Tips-Geschäftsführer. Obwohl er in Oberösterreich mit seinemMedium die größte Reichweite im Printbereich verzeichnet, nützt Gruber das Internet als Plattform, um „an Aktualität zu gewinnen und den Lesern Zusatzinformationen zu bieten“. Als Vorteil lokaler Medien sieht Gruber, dass Zeitungsenten schnell erlegt werden: „Wir sind so nahe am Leser, dass diese sofort reagieren würden.“ Erika Hofbauer, Marianne Kitzler


Autor: Erika Hofbauer, Marianne Kitzler


Weitere Beiträge zum Thema:

Zeitungen und Magazine sind aus dem reinen Zeitungsverkauf raus. Neue Produkte sollen neue Erlöse bringen

Google launcht "Wochenangebote", eine digitale Alternative zu Zeitungs-Beilagen für den regionalen Handel .

„Wir kommen einmal am Mittwoch und dann wieder am Donnerstag zu den Leuten“, klagt Josef Gruber, Geschäftsführer der Tips und neuer Präsident des Verbands der Regionalmedien über das Sparprogramm der Post. In der abgespeckten...

"Russ Media" eint

02.04.2012

Das Vorarlberger Medienhaus will seine Unternehmungen unter der Dachmarke „Russ Media“ vereinen. Bisher tritt die Gruppe in den diversen Ländern von Deutschland bis Rumänien unter verschiedenen Namen auf. Die Markennamen der...

Erich Postl tritt als Präsident des Verbands der Regionalmedien ab. Josef Gruber wird heute zum Nachfolger gewählt.