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Christine Antlanger-Winter, Chief Strategy & Digital Officer Mindshare


Smartphone ist das Tor zur Medienwelt

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Studie: Medien werden so intensiv wie nie zuvor genutzt – vor allem das Handy entpuppt sich als das Maß aller Dinge.

Mehr als 13 Stunden pro Tag verbrachten die Österreicher im vergangenen Jahr mit Medien. Das ergab eine aktuelle MindMinutes-Studie der Agentur Mindshare. Das ist im Vergleich zu 2011 eine Steigerung um 60 Prozent. Damals lag die tägliche Mediennutzung bei durchschnittlichen achteinhalb Stunden. Diese Steigerung, heißt es in der Studie weiter, sei vor allem auf die zunehmend starke Verwendung von Smartphones zurückzuführen: Schon ein Drittel der gesamten täglichen Mediennutzung entfällt nämlich schon auf dieses Device (2011 lag dieser Zeitraum mit diesem Gerät übrigens bei knapp einer Stunde täglich). Während dieser Zeit mit dem mobilen Endgerät wird Musik gehört, werden Spiele gespielt und Videos gesehen. Das Versenden von Nachrichten braucht schon eine halbe Stunde täglich.

Tageszeit ist relevant. Unterschiede in der Mediennutzung konnte die Studie auch hinsichtlich der Tageszeit ausmachen. So ist morgens die Primetime für Tageszeitungen und Radios. Tagsüber werden schließlich elektronische Geräte für die Informationssuche genutzt. Das Fernsehen ist nach wie vor das Medium des Abends, wobei zunehmend Streaming und Video on Demand in den Fokus der Medienkonsumenten rückt. Für die Mediaplanung eröffnen sich durch diese Entwicklungen neue Perspektiven, wie Christine Antlanger-Winter, Mindshare Deputy CEO, erläutert: „Unsere Momentaufnahmen MindMinutes und die Entwicklung seit 2011 zeigen, wie stark die Fragmentierung der Mediennutzung zunimmt. Dadurch entsteht für die effektive Mediaplanung die Notwendigkeit, Daten über die Nutzung von Medien und das Verhalten der Konsumenten zu verknüpfen und zu analysieren. Wir nennen das Adaptive Marketing, ein ständiger Optimierungsprozess in Echtzeit zusammen mit allen Stakeholdern einer Kampagne.“ Damit, so Antlanger-Winter, gehe es im Kern um agiles Arbeiten: „Die lineare Arbeitsweise ist obsolet.“


Autor: Erika Hofbauer