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Peter Mayrhofer, Chief Information Officer (CIO) der twyngroup


Technik bringt’s – Vermarktung weniger

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Der mobile Werbemotor brummt. Allerdings mehren sich die Ansichten, wonach eher die Technik, nicht jedoch die Vermarktung lukrativ ist.

Von zunehmender Technik-Skepsis – Stichwort datengetriebene Werbung – ist vielerorts in der digitalen Werbewelt zu hören. Zuletzt hieß es aus Deutschland, dass zunehmend die Technik das lukrative Geschäft ausmacht und immer weniger die echte Vermarktung. Wie technik-gläubig ist man in Österreich?

Allheilmittel? „Die Branche folgt mehr denn je dem Technik-Push“, glaubt Peter Mayrhofer, Chief Information Officer (CIO) der twyngroup in Österreich: „Buzzwords werden oftmals zu Realitäten erhoben und daraus Produkte definiert, die oftmals an ihrer Praxistauglichkeit scheitern.“ Technik scheint oftmals das Allheilmittel für Probleme zu sein, die aber meist darin begründet liegen, dass Technik erstens nicht richtig verstanden und zweitens nicht richtig eingesetzt wird, ist Mayrhofer überzeugt: „Man kennt kaum andere Branchen, in denen ohne großes Hinterfragen neue – technische - Lösungen als gegeben angenommen werden. Die Umsetzung beweist – leider - sehr oft das Gegenteil.“ Dennoch sei Technik aber ein wesentlicher Enabler der gesamten Branche, meint der twyngroup-CIO: „Nur dadurch ist die Voraussetzung geschaffen worden, dass die Branche über die letzten 20 Jahre so gewachsen ist.“ Er ist jedoch genauso davon überzeugt, dass die Entwicklung nicht immer in die richtige Richtung geht. Grund dafür ist, so Mayrhofer, dass sich Lösungen niemals in all ihren Möglichkeiten etablieren können und damit niemals der maximale Nutzen ausgenützt wird. Im Gegenteil. „Der ‚Speed of Change‘ ist derart rasant, dass das Potential der zur Verfügung stehenden Technik oftmals nie genützt werden kann.“

Wegweiser. Die aus Deutschland nach Österreich ziehenden Ängste sieht Mayrhofer als durchaus begründet an, vor allem was Vielfalt und Transparenz angeht: „Es ist sowohl für die Dienstleister als auch für die Advertiser heute ein schier unüberblickbarer Markt an Angeboten vorhanden. Hier weiß kaum jemand mehr, was für ihn sinnvoll ist und auf welche Tools man verzichten kann.“ Sein Vorschlag: „Wir müssen unsere Branche professionalisieren und Standards setzen. Das beginnt bei der praxisnahen Ausbildung im Umgang mit neuen Technologien - Stichwort: Learning on the Job - und geht hin bis zu jenen Tools, die wirkliche Vergleiche versprechen - Stichwort: Messmethoden, Protokollstandards und dergleichen“. Freilich soll dies die Innovationskraft nicht hemmen, so der twyn-Experte, dennoch hält er es für essentiell, ein „standardisiertes Ökosystem“ zu haben: „Nur dann werden neue Technologien und Produkte darauf aufbauen können, weiteren Mehrwert zu finden. Und hier beginnt wieder der Wettbewerb: Wer die besten Technologien für die größten Kundennutzen zum Einsatz bringt, wird siegen.“


Autor: Erika Hofbauer


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