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27 Kandidaten bewerben sich dieses Jahr um die begehrten Plätze im IAB-Vorstand. Im unteren Bild finden Sie die Positionen der IAB-Präsidentschaftskandidaten im Detail.


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Zweite Wahl - Die Positionen der IAB-Kandidaten im Überblick

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Die Nationalratswahl ist geschlagen, beim österreichischen IAB entscheidet sich erst am 24. Oktober, wer den Verband im richtungsweisenden Jahr 2018 als Präsident führen wird.

Wer zahlt, schafft an“, lautet ein altes Sprichwort. Und anschaffen mag bekanntlich jeder gern. Diese Weisheit lässt sich auch aufs Begehren von Führungspositionen in Verbänden übertragen. 2012, als der IAB einen Gewinn von 5.000 Euro pro Jahr schrieb, bewarben sich zwölf Personen um den Vorstand. Martina Zadina übernahm damals die Präsidentschaft und Lilian Meyer-Janzek die Geschäftsführung. Die beiden Digital-Ladies, die durch langjährige Branchenerfahrung und einen selbstbewussten Auftritt einerseits und universitär untermauertes Detailwissen andererseits bestachen, schafften es in den kommenden Jahren, die verschiedenen Lager innerhalb des IAB in wichtigen Punkten zu einen, ein renommiertes Bildungsprogramm auf die Beine zu stellen und den Gewinn auf 145.000 Euro zu steigern.

Kandidatenschwemme. Diese veränderte Ausgangssituation und die wachsende Bedeutung der Digitalwirtschaft haben nun bei der Vorstandswahl 2017, die am 24. Oktober per Online-Voting entschieden wird, zu einer Kandidatenexplosion geführt. Insgesamt 27 Menschen, altgediente Branchensoldaten ebenso wie junge Talente, wollen eine tragende Rolle im Verband spielen. Ein besonders heißer Wettkampf ist indes um die IAB-Präsidentschaft entbrannt. Drei Kandidaten, zwei Männer, André Eckert und Thomas Urban, und eine Frau, Alexandra Vetrovsky-Brychta, kämpfen mit Unterstützungserklärungen, Websites und Querschüssen um das höchste Amt im Verband.

Wahlkampf. So unterschiedlich die Kandidaten von ihrer Charakterprägung auch sein mögen, so sehr ähneln sich ihre Programme. Es gibt einen Konsens darüber, dass die Mitgliederanzahl gesteigert werden soll, die Statuten wurden noch vor der Wahl für die Aufnahme von Start-ups und Studenten ausgerichtet. In puncto Lobbying sind sich die Kandidaten einig, vermehrt mit den europäischen und weltweiten Schwesterorganisationen zusammenarbeiten zu wollen und weiterhin mit fachlichem Input auch politische Entscheidungen mitzubeeinflussen. Auch in puncto Events ziehen die drei Kandidaten an einem Strang: der IAB WebAd soll bleiben und durch einen qualitativ hochwertigen IAB Summit ergänzt werden. Last, but not least sind alle dafür, das boomende Bildungsgeschäft in eine Art IAB Academy auszubauen, nicht zuletzt bringt dieser Zweig derzeit auch das meiste Geld ein.

Schicksalsjahr 2018. Welcher Kandidat die richtige Wahl für die Zukunft ist, bleibt die große Frage. 2018 wird ein einschneidendes Jahr für die österreichische Digitalwirtschaft. Die Europäische Union nimmt Fahrt auf in puncto Regulierungen für eine digitalisierte Welt. Die Datenschutzverordnung tritt mit Mai 2018 in Kraft, die ePrivacy-Verordnung wird gerade ratifiziert. Zudem werden auch die Entscheidungen der neuen Bundesregierung ab 2018 die Rahmenbedingungen der digitalen Wirtschaft im Land maßgeblich mitbestimmen. Neben der Neuausrichtung des Verbandes muss ein Präsidentin in solchen Zeiten auch eine Bereitschaft mitbringen seiner Stimme laut und deutlich Gehör zu verschaffen.

 


Autor: Tatjana Lukáš


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