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Was nach dem SMS kommt

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Weil das SMS-Geschäft stagniert, entwickeln deutsche Telkos ein neues Messaging-Service.

Die deutschen Telekomanbieter leiden unter Umsatzrückgängen mit SMS-Diensten, weil viele Kunden sich vermehrt statt SMS via Twitter, Facebook oder dementsprechende Mobil-Apps austauschen. Daher ist jetzt Zusammenarbeit angesagt: Die drei größten Telekomanbieter Deutschlands haben sich zusammengeschlossen, um einen neuen Kurz-Messaging-Dienst voranzutreiben. Wie das deutsche Nachrichtenmagazin "Focus" meldet, soll der neue Service der Abwanderung der Kunden ins Internet entgegenwirken. Der Branchenverband GSMA soll für Vodafone, Telekom und Telefonica den Dienst entwickeln, der den Namen „Rich Communication Suite enhanced“ (RCS-e) tragen soll. Darüber können nicht nur Textnachrichten, sondern auch Bilder, Daten oder Videos verschickt werden. Die Nutzer seien dann unabhängig vom jeweiligen Messenger-System, erklärte ein Vodafone-Sprecher. Im Adressbuch werde ihm aber angezeigt, welche der eigenen Kontakte sich in einem Gebiet befindet, dessen Infrastruktur gut genug ist für den Empfang von großen RCS-e-Dateien.

Kunden halten. In Österreich sieht man für derartige Initiativen noch keine Notwendigkeit. 3-Vorstandschef Jan Trionow: „Der österreichische Markt ist mit dem deutschen nur begrenzt vergleichbar: Das Preisniveau für Mobilfunkkunden ist hierzulande allgemein günstiger als in Deutschland. So haben die meisten Tarife de facto eine große Anzahl an monatlichen SMS inkludiert.“ Der Trend gehe weiterhin klar in Richtung "Flat Rates". Daher sehe man bei 3 das Ausweichen von Kunden auf andere Services keineswegs bedrohlich - wiewohl der deutsche Ansatz „grundsätzlich interessant ist“, so Trionow. Auch bei 3 evaluiere man in dieser Hinsicht verschiedene Dienste, die für Kunden ähnliche, attraktive Funktionalitäten bieten. Konkrete Pläne in diese Richtung gebe es derzeit jedoch noch nicht, so der Mobilfunk-Chef.

Bei A1 hat man im Bereich des Messagings „eine neue, spannende Entwicklung in der Nutzung festgestellt“, so Sprecherin Livia Dandrea: „Der Dienst RCS-e bietet eine Möglichkeit, diesen neuen Anforderungen zu entsprechen, weswegen A1 diesen Ansatz auch schon evaluiert.“


Autor: Erika Hofbauer


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