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Facebook erobert das All

Facebook will 2019 den Internet- Satelliten "Athena" ins All schicken, um damit auch entlegene Regionen mit Breitband zu versorgen. Bis nach China geht es sich wohl trotzdem nicht aus, seit mehreren Jahren ist das soziale Netzwerk dort gesperrt und bleibt es auch. Ganz anders bei Google. Diese bringen eine zensierte Version ihrer Suchmaschine auf den chinesischen Markt.

Wie stehen die Finanzen?

Facebook und seine Nutzerdaten sind eine Geschichte für sich. Nun wirft das soziale Netzwerk ein Auge auf hochsensitive Bankdaten - sofern diese freiwillig übermittelt werden. Aktiv soll, nach eigenen Angaben, allerdings nicht danach gefragt werden. Facebook dementierte damit teilweise einen Bericht des Wall Street Journals, wonach man sich aus Interesse an Informationen etwa zu Einkäufen mit Kreditkarten oder Kontoständen 2017 an große USBanken gewandt habe. Kommt nun schon bald das Facebook-Konto?

Google goes China

Eine zensierte Version seiner Internetsuche möchte der Suchmaschinengigant Google auf den Markt bringen. Bei einer Zulassung würde Google aber bestimmte Seiten und Begriffe sperren, etwa zu Menschenrechten und Religion. Sein Flugticket nach China storniert hat hingegen Facebook. Die Behörden widerrufen die Genehmigung für eine Facebook- Tochter. Laut Medienberichten gab die Provinzbehörde in Zhejiang ihr Okay, ohne die mächtige nationale Internet-Behörde zu informieren.

Zahltag bei WhatsApp

Der grüne Gigant öffnet sich den Unternehmen und führt Anzeigen und Bezahl-Tools für jene ein, die den Messaging-Dienst für Kommunikation mit Kunden nutzen wollen. Pro Textnachricht fließen dabei zwischen 0,5 und 9 US-Cent an WhatsApp. Ab 2019 soll es auch Anzeigen geben, die Werbekunden über Facebook buchen können. Nutzer der App sehen die Werbung im Status-Bereich, in dem ihre Kontakte posten, was sie gerade treiben.

Ein Herz für Journalisten

Snapchat gibt Journalisten und Medien Zugriff auf öffentliche Snaps. Mithilfe der Dienste "Storyful", "NewsWhip", "SAM Desk" und "Tagboard" können diese, ähnlich wie bei Tweets und Facebook-Posts, Snapchat-Inhalte betreuen und auch außerhalb der App zugänglich machen. Auch Google gibt vor allem Datenjournalisten eine große Bühne. Ihre Recherche-Ergebnisse sollen in die Google-Suche eingebunden werden. Einmal im Index, erscheinen die Daten- Projekte in den Suchergebnissen ganz vorne.

Mehr Vertrauen bitte

Durch mehr Transparenz bei Werbeanzeigen wollen Facebook und Twitter das Vertrauen ihrer Nutzer stärken. Während Facebook den Usern die Möglichkeit gibt, sich alle Anzeigen anzusehen, die eine Facebook-Seite schaltet, stellte Twitter gleichzeitig sein sogenanntes Transparenzzentrum vor, in dem man sehen kann, welche Werbeanzeigen von einem Account bei dem Kurznachrichtendienst geschaltet wurden. Mehr Transparenz fährt der Social-Media- Riese Facebook nicht nur auf seiner eigenen Seite, sondern auch auf den angeschlossenen Diensten Instagram, Messenger sowie den Partner- Netzwerken.

Glaubwürdige Quellen

Im Kampf gegen Fake News setzt Facebook künftig auf vorwiegend reichweitenstarke und überregionale Nachrichtenquellen. Dies verkündet das soziale Netzwerk in einer Presseaussendung. In Nutzer-Umfragen lässt Facebook die Glaubwürdigkeit der Quellen bewerten. Genannt wurden unter anderem T-Online und Spiegel Online.

Werbung oder Anzeige?

Laut einer Studie von Bitkom tun sich 48 Prozent der Social-Media-Nutzer schwer, Werbung und Inhalte auseinanderzuhalten. Vor allem jüngere Nutzer zwischen 14 und 29 Jahren haben laut der Studie Probleme damit. Sechs von zehn Nutzern finden Werbung in Gratis-Netzwerken okay.

Versenden statt Teilen

Aufgrund des Vorhabens, den "Teilen"-Button durch einen "Versenden"-Button zu ersetzen, müssen sich Medienmacher bei Facebook auf sinkende Reichweiten ihrer Posts einstellen. Posts können dadurch nur noch in privaten Chaträumen von Whats- App oder dem Facebook Messenger, nicht aber öffentlich geteilt werden.


Autor: Daniela Purer


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