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Vertikale Videos: der Perspektivenwechsel für Online- Bewegtbild

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Gastkommentar

2:3, 16:9, quadratisch oder doch etwas dazwischen? Bei der Wahl des passenden Formates für mobile Videowerbung lassen die großen Player wie Facebook, YouTube, Instagram und Snapchat derzeit keine zwei Meinungen zu. Vertikale Videos wurden lange nur unzureichend bedient und haben sich nun innerhalb von kurzer Zeit zu einem von Marken und Nutzern geschätzten Format gemausert. Vier Fakten, ein Fazit - das müssen Sie zu vertikalen Videos wissen:

1. Jeder schaut Videos auf dem Smartphone

Stetig wachsende Bildschirmgrößen, hochauflösende Displays, eine ständig leistungsstärker werdende Internetverbindung und die steigende Beliebtheit von Social Media Apps: Smartphones haben sich in der Gesellschaft etabliert und stellen derzeit das Endgerät dar, auf dem die meisten Bewegtbildinhalte abgespielt werden.

• 27 von insgesamt 30 Mio. aktiven deutschen Nutzern verwenden bevorzugt das Smartphone, um Inhalte auf Facebook zu konsumieren.

• 15 Mio. monatlich aktive Nutzer in Deutschland verwenden Instagram, um Fotos und Videos zu teilen.

• 5 Mio. Deutsche verwenden Snapchat täglich.

• Mehr als die Hälfte aller Videoaufrufe auf YouTube erfolgt über Smartphones.

2. Smartphones werden vertikal genutzt

Nehmen Sie Ihr Smartphone in die Hand. Sie halten es vertikal, richtig? Damit sind Sie in bester Gesellschaft und gehören zu den 94 % der Nutzer in Europa, die dieses natürliche Verhalten mit Ihnen teilen. Warum also weiterhin mobile Videoinhalte für nur 6 % der Nutzer produzieren, die das Smartphone horizontal zur Wiedergabe drehen? (5)

3. Social-Media-Plattformen pushen vertikale Videos

Snapchat hat es vorgemacht, andere Plattformen zogen direkt nach. Vertikale Videos nehmen nun auch auf Facebook, YouTube und Instagram den gesamten mobilen Bildschirm ein und werden ohne die bisher störenden seitlichen schwarzen Balken dargestellt. Ein enormes Potenzial für Marken, die mit hochformatigen Videos auf den reichweitenstarken Social-Media-Plattformen bisherige Zielgruppen qualitativ besser erreichen und neue erschließen können.

4. Vertikale Videos haben eine höhere Completion Rate

Bei der Wahl des geeigneten Videoformates für Smartphones gilt derzeit eine einfache Gleichung: vertikal schlägt horizontal - wenn es um die Completion Rate geht. Portrait-Formate animieren bei gleichem Budgeteinsatz 4,5-mal mehr Nutzer dazu, ein organisch oder mit Anzeigen distribuiertes Video komplett anzuschauen. Ein entscheidender Erfolgsfaktor dabei ist die kreative Art und Weise, wie mit dem 9:16-Format nicht nur sprichwörtlich gespielt wird. Ein gelungenes Beispiel hierfür liefert die Hamburger Agentur Videobeat Networks: https://www.youtube.com/watch?v=ObHlrtcjjRo

Fazit

Täglich konkurriert eine Vielzahl von verschiedensten Werbeformaten in den mobilen Social Media Apps um die Aufmerksamkeit der Nutzer. Vor dem Hintergrund, dass es somit für Marken immer schwerer wird, sich abzuheben, aufzufallen und im Gedächtnis der Nutzer zu bleiben, stellen die hochformatigen Videos das derzeit effektivste Format dar. Der Fokus weg vom horizontalen hin zum für Smartphones präferierten vertikalen Format ist dabei keine Modeerscheinung. Dies macht die zunehmende Akzeptanz bei den Nutzern und die kontinuierliche Ausrichtung aller großen Social-Media-Plattformen auf das neue Format deutlich. Marken, die vor allem die jungen und kaufkräftigen Zielgruppen erreichen wollen, kommen derzeit an vertikalen Videos nicht vorbei. Grund genug also, um 9:16-Videos aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten, oder?

Christoph Seehaus, Videobeat

Christoph Seehaus ist Spezialist für Youtube Advertising in Hamburg. Der ausgebildete Kaufmann für Marketingkommunikation und studierte Betriebswirt ist seit 2010 auf Agenturseite tätig. Vor seinem Wechsel zur Online Video Marketing-Agentur Videobeat Networks war er Youtube Advertising Specialist bei eprofessional. Sein Buch "Videomarketing mit YouTube" ist 2016 bei Springer erschienen.




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