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Sehen, riechen, fühlen – Werbung, die alle Sinne anspricht, wirkt in Zeitschriften besonders gut


Sinnerfassendes Lesen

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Neuromarketing: Magazine sollen Werbemethoden, die alle Sinne umfassen, forcieren

Ob olfaktorisch, visuell oder haptisch - den Zeitschriften steht ein umfassendes Spektrum zur Verfügung, um Leserinnen und Leser in ihren Bann zu ziehen. Nicht nur redaktionell, sondern auch werblich, heißt es dazu aus dem Neuromarketing. Denn je mehr Reize auf das Gehirn einwirken, desto höher ist die (positive) Erinnerung an (werbliche) Inhalte. Diese Erkenntnisse sind für Gabriele Kindl, Managing Director Woman der Verlagsgruppe News (VGN), nichts Neues: "Nur über Magazine ist Product Sampling und diese vor allem Frauen ansprechende multisensorische Kommunikation machbar." Zusatz-Investments zur Produktion von Sachets, scent strips, flatspray scents und mehr werden bereits seit Jahren von Kosmetik-, Reinigungs- und Ernährungsunternehmen genützt - mit messbaren Erfolgen, erzählt Kindl: "Studien haben gezeigt, dass die Erinnerungsleistung und Wiedererkennung der Anzeige steigt, wenn z. B. Anzeigen mit Sachets verwendet werden. Diese werden als besonders sympathisch und verständlich empfunden." Generell, so Kindl weiter, beeinflussen Warenproben die Kaufentscheidung positiv: "Haarpflege-Proben werden besonders häufig verwendet." Die Werbung profitiert von der intensiven Beziehung zwischen Leser und Magazin, beschreibt Kindl die Effekte:"Wenn dann noch eine Duftprobe oder ein Sachet mit Gesichtscreme auf der Anzeige klebt, dann wird das gesamte Spektrum der Sinneswahrnehmungen angesprochen. Auch spielerische Elemente sind ganz im Trend, weil Menschen haptisch veranlagt sind."




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