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Spielerisch lernen via App

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Innovative Medienprojekte zu unterstützen, ist seit Jahren schon fixer Bestandteil der heimischen Förder-Szene. Wien gilt dabei als besonderer Hotspot

Eine der aktuellsten Auszeichnungen für innovative Medienprojekte holte sich - Niederösterreich. Ein Team von Medientechnikstudenten der FH St. Pölten wurde im April für ihre technische Weiterentwicklung von Virtual Reality Videos mit dem Förderpreis im Rahmen des Staatspreises Digital Solutions 2017 ausgezeichnet. Aber auch in Wien sitzen erfindungsreiche Köpfe, die mit neuartigen Technologien das (Medien-)Leben bereichern. Denn die Bundeshauptstadt konnte sich mittlerweile zu den zehn besten Start-up Städten Europas vorarbeiten, wie internationale Rankings belegen. Unterstützt wird diese Entwicklung nicht nur von öffentlichen Förderstellen wie der Wirtschaftsagentur Wien, sondern auch von Inkubatoren wie Talent Garden oder WeXelerate, wo Co-Working und das Verwirklichen von innovativen Projekten auf der Tagesordnung stehen. Über 60 Prozent der Wiener Start-ups sind im Bereich Digital Industry tätig, 70 Prozent treten bereits auf internationalen Märkten auf. Insgesamt sind gut 50 Millionen Euro Fördergelder für Start-ups in Wien abrufbar, die Wirtschaftsagentur kann davon rund 12 Millionen Euro vergeben. Zuletzt setzte sich die Wirtschaftsagentur für unterschiedlichste Wiener Medienprojekte finanziell ein.

Gesundheit steht auch im Mittelpunkt eines weiteren neuen Medienprojektes aus Wien: Ten Weeks nennt sich ein Computerspiel über den Alltag einer Demenzkranken. In diesem Spiel schlüpft der Spieler in die Rolle der demenzkranken „Stephany“. Sie ist Bankangestellte und Mutter. Nach einem stressvollen Arbeitstag hat sie einen Unfall, der ihr Leben verändert. Erinnerungen werden während des Spielverlaufs nur in Bruchstücken wiedergegeben. Mit dem „Point-and-Click“-Spiel soll das Bewusstsein für Herausforderungen, denen die Erkrankten im Alltag gegenüberstehen,
erhöht werden.

Das Start-up mySugr beispielsweise macht das Diabetes-Management einfacher. Mit der gleichnamigen App, die als Tagebuch geführt wird, kontrollieren bereits über 230.000 registrierte Nutzer in den USA und Europa ihre Zuckerwerte. Die App basiert auf einem innovativen Spielkonzept und ermöglicht Diabetikern, auf witzige und spielerische Weise den aufwendigen Therapie-Alltag zu meistern und Daten nutzbar zu machen. Die Zusammenarbeit mit dem Pharmariesen Roche wurde Mitte Februar 2017 sogar noch verstärkt: Nutzer der mySugr App können ihre Blutzuckerdaten über die neuesten Messgeräte von Roche nun automatisch hochladen.

Auf Finanzwissen fokussiert das Smartphone-Abenteuer-Game CURE Runners von Three Coins. Bei diesem
Spiel geht es um das geheimnisvolle Heilmittel CURE, das als Einstieg in einen interaktiven Finanzbildungs-Workshop für Jugendliche von 12 bis 16 Jahren eingesetzt wird. Das Projekt ist derzeit in Österreich, Norditalien und der Schweiz in Anwendung und wurde 2014 von der OECD als Best Practice präsentiert. Wissensvermittlung ist auch der Anspruch von Waltzing Atoms. An Schulen gehört der Chemieunterricht zu den Fächern, deren Qualität wesentlich von der Schulausstattung abhängt. Die Waltzing-Atom-App soll Lehrer mit modernen digitalen Hilfsmitteln für den
Chemieunterricht ausstatten. So können 3D-Visualisierungen von Molekülen und chemische Aufgaben
direkt an die mobilen Geräte der Schüler verteilt werden – ein echter digitaler (Chemie-)Klassenraum des 21. Jahrhunderts.


Autor: Erika Hofbauer


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