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Laut Studien korreliert das Vertrauen in Zeitungen mit der Höhe der Presseförderung


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Gerald Grünberger, VÖZ


Vielfalt für Medien und Förderungen

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So vielfältig Europa ist, so vielfältig ist auch seine Zeitungslandschaft – und auch die Systeme der Presseförderung. Das ergab auch eine Studie des Instituts für Höhere Studien (IHS) für den Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ).

Grundsätzlich beherrschen in Europa bzw. der EU zwei unterschiedliche Systeme die Presseförderungswelt, die direkte und die indirekte (die auch den größeren Anteil ausmacht). Ein wirklicher Vergleich, schlussfolgerten die IHS-Forscher damals, sei aufgrund der teilweise schwer zugänglichen Datenlage schwierig. Dennoch lässt sich ein grober Überblick herstellen:

Direkte Presseförderungen: Diese können in Form von Subventionen oder in Form von rückzahlbaren Darlehen erfolgen. Zu den direkten Förderungen zählen Produktionsförderungen (Dänemark, Norwegen, Schweden), Innovationsförderungen (Dänemark und Frankreich), Modernisierungsförderungen (Finnland), Sanierungsbeihilfen (Dänemark), Vertriebsförderungen (Dänemark, Norwegen, Österreich, Schweden), Forschungs- und Entwicklungsförderungen (Finnland), Exportsubventionen (Italien), und Vielfaltsförderung (Österreich).

Indirekte Presseförderungen: Diese sind meistens an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Zu den indirekten Förderungen zählen ermäßigte Mehrwertsteuersätze für Zeitungen und Zeitschriften, reduzierte Posttarife für das Versenden von Zeitungen und Zeitschriften (Portugal, Spanien, Belgien, Frankreich Italien sowie Schweiz für regionale und lokale Presse), reduzierte Telekommunikationstarife (Belgien, Italien), Förderungen für Fortbildungen von Journalisten (Österreich und Norwegen), Leseförderungen (Frankreich), Zuschüsse für die Organisation von Kongressen, Seminaren und Tagungen (Portugal), freie Bus- und Zugtickets für Journalisten (Belgien), Zuschüsse an den Presserat (Deutschland), reduzierte Sozialabgaben für Zeitungsverkäufer und Zeitungszusteller sowie für Journalisten und lokale Pressekorrespondenten (Frankreich), Befreiung der Abgabe auf Immobilien der Unternehmen (Frankreich) und Auslandskorrespondentenförderungen (Österreich).

Eurobarometer. Beim VÖZ stellte man aber noch weit Interessanteres fest: Das Spezial-Eurobarometer zum Thema Medienpluralismus und Demokratie vom vergangenen November zeigte, dass die Höhe der Presseförderung mit dem Vertrauen in Zeitungen positiv korreliert. Dänemark und auch Österreich liegen im oberen Feld, Schlusslichter im Vertrauensranking sind etwa Spanien, Ungarn, Kroatien und Griechenland. Sie haben eines gemeinsam: Zeitungen erhalten in diesen Ländern keine direkte Presseförderung. Der Gesetzgeber, heißt es dazu wenig überraschend seitens des VÖZ, verfüge also über ein Instrument, um die Stabilität der Demokratie auch in unberechenbaren Zeiten zu stärken. "Eine Erhöhung der Presseförderung würde die drohende Vertrauenskrise in gesellschaftliche Institutionen wie der freien Presse abwenden", ist sich VÖZ-Geschäftsführer Gerald Grünberger sicher.




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