Heute gehört Eva Dichand
10.05.2012Die Herausgeberin ist schneller als das Medientransparenzgesetz und sagt, wer Eigentümer der Gratiszeitung ist. Hauptsächlich sie selbst.
| 12.12.2011 |
Der Hype ist vorbei, meldete WAN-IFRA-Manager Christoph Riess bei der Präsentation der Studie „World Press Trends“ im Oktober im Rahmen des WANIFRA- Kongresses in Wien. In vielen Städten sei es durch zu viele Gratistitel zu „Zeitungskriegen“ gekommen. „Nun reift der Markt, und obwohl die Zahl der Zeitungen zurückgegangen ist, gibt es immer
noch Chancen.“ Genauso sehen das auch die heimischen Gratiszeitungs- und Regionalmedien- Anbieter.
In Österreich gibt es kein Bundesland und keine Region, in der keine Zeitung der Regionalmedien Austria (RMA) erscheint, so die RMA-Vorstände Werner Herics und Michael Tillian. Flächendeckend gratis Wochenzeitungen zu verlegen ist das Geschäftsmodell der RMA, und eine nahezu flächendeckende Haushaltsabdeckung könne einzig mittels unadressierter
Haushaltszustellung gelingen, erläutert das Vorstandsduodie Vorgangsweise: „Wir erreichen mit unseren Medien durch unadressierte Zustellung in Österreich nahezu jeden Haushalt. Das ist die strukturelle Voraussetzung für das Erlangen hoher Reichweiten.“ Die RMA-Titel werden in Summe in einer Auflage von rund 3,2 Millionen von den Vertriebspartnern
an die Haushalte zugestellt. „Im Großteil Österreichs geschieht dies in Zusammenarbeit mit der Post, in Kärnten und Teilen der Steiermark mit redmail, das Stadtblatt Innsbruck wird von der feibra zugestellt und in Vorarlberg erfolgt der Vertrieb durch das Vorarlberger Medienhaus“, so die RMAVorstände weiter. Da eine flächendeckende Erscheinungsweise der
Lokalausgaben in allen Regionen und die daraus resultierenden hohen Reichweiten ein Kernwert des RMA-Geschäftsmodells seien, soll der bestehende Vertriebsweg auch künftig beibehalten werden. Der Einsatz verschiedener Vertriebspartner sei„historisch gewachsen“ und habe sich auch bewährt.
Wichtige Lesergruppe. Eva Dichands Gratiszeitung Heute setzt auf das Motto „Schnell und mobil“: „Wir haben einen späten Drucktermin, um top-aktuelle Nachrichten zu bringen und eine gute Vertriebsstruktur zu gewährleisten.“ Die da heißt: Alle Österreicher sollen beim Eintreffen am Arbeitsplatz, in der Schule oder auf der Universität über die wichtigsten Meldungen des Tages informiert sein. Deshalb setze man auf die bisherige Schiene öffentlicher Verkehrsstationen und Nahversorger vom Bäcker bis zum Einkaufszentrum sowie große und hochfrequentierte Unternehmen und Institutionen wie ORF, A1, Voest, Schulen und FHs, so Dichand. Damit sei garantiert, die gewünschte Leserzielgruppe zu erreichen: Junge und hohe Einkommensschicht.