Radio macht von sich reden
zurück| 06.02.2012 |
Von wegen "unauffälliges" Medium, das "einfach so dahinplätschert"!
Doris Ragetté, Leiterin Marktforschung & Media-Service bei RMS Austria, freut sich besonders darüber, dass „Radio vor allem auch als guter Freund, als Ratgeber, als Begleiter durch den Tag, selbst in intimsten Momenten“ wahrgenommen wird. Letztlich sei es auch das, was den anhaltenden Erfolg des Mediums ausmache. „Dass Radio meistens nebenbei konsumiert wird, ist nicht relevant für die Frage, wie Werbung wirkt“, so Ragetté. „Radiowerbung liegt bei der Werbewirkung gleichauf mit Plakaten etc.“
Rekord-Interview als Quoten-Bringer. Aber auch das vermeintlich brave Medium will auf sich aufmerksam machen. Öffentlichkeitswirksame Aktionen wie das kürzlich geführte Weltrekord-Interview des australischen Radiomoderators Richard Glover könnten dazu beitragen. Das 24-stündige Gespräch mit dem Schriftsteller Peter Fitzsimons ging weltweit durch die Medien. Das Interview fand bei ABC in Sydney statt, Beobachter des „Guinness- Buchs der Rekorde“ achteten darauf, dass keine Frage doppelt gestellt wird, berichtet die APA.
Einen anderen Weg, um auf das Medium aufmerksam zu machen, geht die Initiative „radio-aktiv“. Der Kreativwettbewerb von MarxTonkombinat will zur besseren Nutzung des Mediums Radio und zur Steigerung des Niveaus der Hörfunkwerbung
beitragen, wendet sich an Kreative, Texter, Jungtexter, Abgänger und Studenten der Angewandten und der Werbe-Akademie. Diese haben regelmäßig bei Wettbewerben die Möglichkeit, mit besonders kreativen Ideen vor einer Jury zu punkten. Dass insbesondere echte Persönlichkeiten wieder wichtiger werden, findet Radio-Arabella-Moderator Bernhard Vosicky.
Webradio bringt neue User. Und wie bewertet Ragetté die Zunahme von Webradios? „Heute nützen bereits 21 Prozent der Bevölkerung Webradios, das hat sich in den letzten Jahren verdoppelt und die Nutzung wird sicherlich steigen. Vielleicht hat sich der aktuelle Wert in fünf Jahren sogar noch mal verdoppelt.“ Als echte Konkurrenz für die klassischen UKW-Sender sieht Ragetté Radio aus dem Internet allerdings nicht: „Webradio deckt zum Teil andere Zielgruppen ab als der klassische Bereich. Also neue Hörer, vor allem jüngere – und Webradio ist eher männlich dominiert.“ Sabine Karrer
Mehr Infos: www.rms-austria.at ,www.radio-aktiv.at
Autor: Sabine Karrer





