Arabellas Plaudertasche
zurück| 03.02.2012 |
Was Radio betrifft, ist Bernhard Vosicky trotz seiner erst 28 Jahre ein alter Hase. „Ich habe im Juli 2003 als Praktikant bei Radio Arabella angefangen“, erinnert sich der groß gewachsene Blonde. In seiner Sendung „Wien live“ bringt er Montag bis Freitag von 15 bis 19 Uhr das, worüber Wien spricht. „Zum Beispiel alles, was teurer wird, Emotionen weckt, mit dem Alltag zu tun hat, polarisiert.“ Zur Vorbereitung auf die Sendung gehört es nicht nur, tagesaktuelle Medien zu studieren, sondern auch, den Kontakt mit den Hörern zu halten. Dass soziale Netzwerke hier durchaus hilfreich sind, hat Vosicky längst erkannt: „Facebook kann ein guter ‚Testlauf‘ sein“, sagt er. „Meistens weiß ich um zwölf Uhr das Thema, dann plaudere ich mit den Leuten darüber. Wenn es passt und sie einverstanden sind, rufe ich sie für die Sendung an.“
Mit Menschen, die die Distanz nicht wahren, hat Vosicky umzugehen gelernt: „Klar gibt es auch Beschimpfungen, aber das Schöne überwiegt. Einmal haben wir zum Beispiel auf Sendung erwähnt, dass die Milch aus ist – schon sind 15 Leute mit je einem Packerl in der Redaktion gestanden“, lacht er. Sich selbst bezeichnet der Hobbymusiker als „Entertainer“ bzw. als „Schnittstelle zwischen Redaktion und Hörern“ und findet es am schönsten, „wenn ich es schaffe, Leute mit einem ‚Earcatcher‘ so zu fesseln, dass sie noch ein bisschen länger im Auto sitzen bleiben“. Und hat auch einmal ein Moderator einen schlechten Tag? Vosicky: „Klar, die Tagesverfassung spielt schon eine Rolle. Manchmal funktioniert es aus dem Stegreif, manchmal ärgert man sich nur.“ An solchen Tagen muss dann Freundin Andrea trösten… Sabine Karrer
Autor: Sabine Karrer





