REDAKTION

Copyright: Sabine Karrer

Patrick Swanson beim Interview im Wiener Café Nil. Der 26-Jährige ist mitverantwortlich für den Social-Media-Auftritt der Zeit im B ild und neue Formate wie die ZiB100


„Es ist spannend, etwas ganz Neues aufzubauen“

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Der Lieferservice verdiene recht gut an ihm, lacht Patrick Swanson im Gespräch mit dem MedienManager. Wer stellt sich auch schon gerne in die Küche, wenn sein Arbeitstag erst um 20 Uhr endet? Seit drei Jahren ist der 26-Jährige gemeinsam mit einem Kollegen und Praktikanten für den Social-Media-Auftritt der Zeit im Bild sowie für die ZiB100 verantwortlich. Rückblickend betrachtet, habe sich alles perfekt ineinander gefügt, erinnert sich der Tiroler. Als er sich 2013 auf eine Ausschreibung für ein Praktikum beim ORF bewarb, hatte er gerade sein Studium in Innsbruck abgeschlossen. Vier Monate sollte er in Wien bleiben, wurde dann jedoch als freier Mitarbeiter engagiert und später angestellt.

Von Anfang an etwas ganz Neues aufbauen zu können, sei enorm spannend gewesen und auch geblieben. Nach wie vor gilt es, ständig neue Formate zu entwickeln, zu experimentieren, die Regeln, die eigene Sprache und Ästhetik von Social Media zu berücksichtigen. Permanent verfolgt Swanson, was auf der Welt passiert, scannt Twitter, APA und Co nach passenden Informationen und Zitaten. "Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür, was funktioniert", sagt er. Erleichtert wird die Arbeit unter anderem dadurch, dass die ZiB-Kollegen inzwischen aus eigenem Antrieb heraus mit Beiträgen auf das Team zukommen, das umgekehrt an Redaktionskonferenzen teilnimmt. Als im April das neue Format ZiB100 startete, hatte Swanson anfangs Sorge, es könnte zerrissen werden, etwa wegen des Hochformats. Im Nachhinein unberechtigt, denn es gab viel positives Feedback, und inzwischen greifen 60.000 Leute täglich zu. Mit 31.500 Anmeldungen seit Juni entwickelt sich auch der WhatsApp-Service gut. Trotzdem sagt Swanson: "Insgesamt sind wir sicher noch nicht halb so gut, wie wir sein könnten, für die Zukunft ist noch viel Luft nach oben." Um ständig besser zu werden, liest er vor allem viel Fachspezifisches und besucht Konferenzen. Auch sein eigenes Wissen gibt er weiter, indem er "Social Media Journalismus" an der FH Wien der Wirtschaftskammer Wien unterrichtet.


Autor: Sabine Karrer


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