Im Porträt: Alexander Warzilek
26.04.2012Der Geschäftsführer des Presserates über skurrile Beschwerden und Sport als Stressausgleich.
| 12.12.2011 |
Eine wenig hundefreundliche Kolumne, eine Bordellwerbung in einer Gratiszeitung, die Bildveröffentlichung einer toten Jugendlichen, eine Journalistin, die sich in die Psychiatrie eingeschlichen hatte, der Streit zwischen Rechnungshof-
Präsidenten Josef Moser und der Tageszeitung Österreich (zum Artikel „Haider-Konten: Die Hintermänner; Rechnungshof-Chef zeichnungsberechtigt“), aber auch der Fall von Mario-Max Schaumburg-Lippe, der in den Medien mit vollem Adelstitel genannt werden wollte – über insgesamt 68 dramatische biskuriose Fälle hatten die Organe des Österreichischen Presserats 2011 zu entscheiden. „Für mich ist kein Fall zu klein“, betont Geschäftsführer Alexander Warzilek, „mit dem Ergebnis können wir durchaus zufrieden sein.“ Als wichtigste Neuerung bezeichnet er die Abänderung
der Verfahrensordnung, die es nun viel leichter mache, die Öffentlichkeit zu informieren. „Wir versuchen transparent zu sein – und ich glaube, dass sich da in unserem ersten Jahr seit der Wiederinstallierung einiges getan hat.“ Dazu zitiert Warzilek
Oskar II., König von Schweden: „Die Entwicklung des Guten […] kann wohl mitunter durch äußere Umstände verzögert, aber niemals unterdrückt und vernichtet werden.“