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Wie man bloggen soll

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Galt bis vor wenigen Jahren noch die klassische Website als Visitenkarte eines Unternehmens, einer Marke, eines Vereins
oder einer Person des öffentlichen Lebens, entdecken heute immer mehr Unternehmen die Vorteile von Blogs (eine Verschmelzung der Begriffe „World Wide Web“ und „Log“, also „Logbuch“): Corporate Blogs boomen.

Keine Lobhudeleien. Die meisten Unternehmensblogs haben natürlich vor allem die Verbreitung von Marketing- und Kommunikationszielen als Zweck. Und hier beginnt es problematisch zu werden: Ein Blog muss dem Leser dienen – permanente Lobhudeleien auf sich selbst bzw. das Unternehmen sind hier ebenso fehl am Platz wie einseitige Kommunikation. Gerade im Web 2.0 wird erwartet, dass rasch und eben auch öffentlich auf Beschwerden und Aktuelles eingegangen wird. Das meint auch die Social Media Managerin Anika Geisel, die regelmäßig für den Unternehmensblog
pr-blogger.de schreibt: „Für unzufriedene Konsumenten ist die öffentliche Reaktion entscheidend. Sie möchten, dass ihr
Anliegen ernst genommen wird und sie eine Antwort bekommen. Wie das Unternehmens-Feedback konkret aussieht, ist zunächst einmal gar nicht so entscheidend. Wichtig ist, dass überhaupt reagiert wird, sich jemand kümmert, und der Kommentar nicht einfach nur gelöscht wird.“ Bloggen ist mehr als Aktion und Reaktion, Bloggen ist ein permanenter Austausch mit dem User.

Spaß muss sein. Auch die Social-Media-Beraterin Lena Doppel appellierte anlässlich eines Vortrags: „Social Media Marketing muss immer jemandem nützen! User nehmen Marketing in Kauf, wenn sie dafür etwas bekommen, das ein Bedürfnis befriedigt, also Kommunikation, Service, Infos, Diskussion, was Lustiges, was zum Spielen und was zum Naschen.“ Soziale Medien – und dazu zählen Corporate Blogs – sollen allen Beteiligten Spaß machen. Wer keinen
hat, hat praktisch schon verloren – dieses Phänomen konnten wir zuletzt alle am Beispiel des fehlgestarteten  Teamkanzler-Auf-tritts auf Facebook und Twitter beobachten. Doppel verrät, was sie für das passende „Strategiemenü“
für den Web-2.0-Auftritt hält: „Analyse und Monitoring, Zielgruppen und Kanäle definieren, Startcontent produzieren, Quellen suchen, Kommunikationsziele definieren, Learning by Doing.“ Und natürlich: „Learn the lingo!“, was so viel heißt wie: Passe dich der im jeweiligen Medium vorherrschenden Sprache an.




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