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Fast drei Stunden täglich on air

Radiotest: Für über 5,8 Millionen Österreicher ist Radio ein unverzichtbarer Fixpunkt im Tagesablauf. Über zweidreiviertel Stunden täglich bringen sich die Menschen durch Radio in gute Stimmung. Die aktuellen Daten des Radiotest zeigen aber ebenso, dass sich die Zuhörerschaft auch von diesem Medium leicht abwendet. So zeigt die Tagesreichweite der Radioprogramme (10+, Mo-So) einen Rückgang von 77,3 auf 74,9 Prozent im Vergleichszeitraum. Die Rückgänge, die bis zu fünf Prozentpunkte betragen (Wien), sind bundesländerweise unterschiedlich. Lediglich in Niederösterreich, Burgenland und Salzburg sind die Hörerzahlen bzw. die Tagesreichweite stabil. Knappe Führung
© Radiotest 2. HJ 2017/1. HJ 2018
© Radiotest 2. HJ 2017/1. HJ 2018
Zwischen den Privatradios und Hauptkonkurrent Ö3 besteht nach wie vor ein harter Kampf um Hörer und Marktanteile. So liegen die RMS-TOP-Sender österreichweit bei einer Tagesreichweite von 35 Prozent zu 37,4 Prozent, die Ö3 erreicht (14-49, Mo-So). Das ergibt ein Marktanteilsverhältnis von 36 Prozent (RMS TOP) zu 39 Prozent (Ö3). In Wien sieht das Spielfeld anders aus: Hier liegen die RMSLaut Sender bei einem Marktanteil von 44 Prozent zu 26 Prozent, die Ö3 als Marktanteil in der Bundeshauptstadt beansprucht. Dennoch mussten die RMS-TOP-Sender in der Zielgruppe 10+ (Mo-So) einen täglichen Reichweitenverlust von rund 1,5 Prozentpunkten hinnehmen. Auch die ORF-Radiosender-Familie hat im Beobachtungszeitraum Federn lassen müssen – bis auf Ö1, der wieder leichte Reichweitenzuwächse erzielen konnte. Der größte Privatradiosender des Landes, Kronehit, musste ebenfalls leichte Reichweitenverluste über das gesamte Bundesgebiet hinnehmen, vor allem in Wien und im Burgenland waren die Reichweitenrückgänge deutlich. Dass es auch anders geht, zeigt so mancher regionale Sender, wie beispielsweise Radio Arabella Mostviertel oder auch 88,6 im Burgenland, die erkennbare Reichweitengewinne verbuchen konnten. Werbewirtschaft
© Raimo Rudi Rumpler
Joachim-Feher, RMS
© Raimo Rudi Rumpler
Dennoch sollte die Werbewirtschaft ihre (positiven) Schlüsse aus der Gattung Radio ziehen, meint RMS-Österreich-Chef Joachim Feher: „In einer sich immer mehr fragmentierenden Medienlandschaft bestätigt sich Radio als verlässlicher und starker Partner.“ Der Privatradiovermarkter, der laut Radiotest-Daten 2,1 Mio. Österreicher mit der Produktpalette „RMS TOP Kombi“ erreicht, biete genau das, was der Werbewirtschaft aktuell besonders wichtig ist, erläutert Feher: „Reduzierung der Komplexität, ein vertrauenswürdiges und bekanntes Werbeumfeld und den hundertfach bewiesenen kurzfristigen Return on Investment.“ Autor: Erika Hofbauer