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Ein Mal pro Monat findet sich im Wiener Cafe Ministerium eine Runde aus Fremden zusammen, um miteinander anhand eines Conversation Menus die wichtigen Fragen des Lebens zu diskutieren. Sie begeben sich damit bewusst auf die Spuren von großen Denkern wie Marcel Proust oder Max Frisch, die eben solche Conversation Menus erstellt und in ihren Zusammenkünften zur Belebung von Unterhaltungen an die Teilnehmenden ausgegeben haben. Nun beginnt für uns Medienmenschen mit dem Herbst wieder die neue Saison, die Kongress- und Messebesuchen und im besten Fall viele zwischenmenschliche Kontakte mit sich bringt. Wenn Sie Lust haben, dieses Jahr abseits der wichtigsten Mediengattungsstudien, globalen Trends und natürlich der Politik Gespräche mit Tiefgang über essentielle Geschäfts- und Lebensfragen zu führen, versuchen Sie sich doch an diesem auf Medienmenschen zugeschnittenen Conversation Menu. Eine elegante Art, um Belangslosigkeiten und Oberflächlichkeiten am Kongresspflaster zu umschiffen. 2018 könnte ein mögliches Media Conversation Menu so aussehen:
  • Was wäre für Ihr Medienprodukt das größte Unglück?
  • Welche Fehler entschuldigen Sie am ehesten?
  • Was war ihr größter beruflicher Fehler?
  • Macht Ihnen die Digitalisierung Angst?
  • Wie oft pro Tag wenden Sie sich Social Media zu und an welchen Orten?
  • Wann haben Sie zuletzt eine gedruckte Zeitung gelesen und wie lange?
  • Wann haben Sie zuletzt bewusst Radio gehört und wie lange?
  • Wann haben Sie zuletzt zwei Wochen ohne Internetnutzung gelebt?
  • Was meinen Sie, nimmt man Ihnen übel und was nehmen Sie sich selbst übel?
  • Wieviele Stunden werden Sie nächste Woche voraussichtlich arbeiten?
  • Auf wieviele Stunden davon freuen Sie sich?
  • Wonach richten Sie Ihre täglichen Handlungen, Entscheidungen, Pläne und Überlegungen?
  • Welche Hoffnung haben Sie aufgegeben?
  • Haben Sie Humor, wenn Sie allein sind?
  • Welche Geschäftsidee haben Sie nie verwirklicht, von deren Erfolgspotential sie überzeugt sind?
  • Besitzen Sie Aktien von Amazon, Google oder Facebook?
  • Wenn ja: Nimmt dieser Umstand Einfluss auf ihre persönliche Bewertung der Unternehmen?
  • Wogegen sind Sie nicht versichert?
  • Verwenden Sie noch Bargeld?
  • Hat Heimat für Sie eine Flagge?
  • Wofür würden Sie demonstrieren?
  • Ihre gegenwärtige Geistesverfassung?
  • Überzeugt Sie ihre Selbstkritik?
  • Ihr Motto?
Ihre Tatjana Lukáš P.S.: Ich bitte Sie, diese Fragen bei einem gemeinsamen Treffen umgehend an mir anzuwenden und mich an den Sinn eines jeden Zusammentreffens zu erinnern. Die Sehnsucht nach offenem Meinungsaustausch und Tiefgang. Autor: Tatjana Lukáš