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Die Österreichische Welt der Start-ups in Zahlen

© FAdobeStock/Rawpixel
Die Hälfte der im Vorjahr gegründeten Start-ups sind in Wien angesiedelt.

Die Zahl der Neugründungen hat sich in Österreich binnen 20 Jahren mehr als verdoppelt.

Österreich ist ein Gründungsland. Das beweisen auch die Zahlen: 38.330 Unternehmen wurden laut WKO-Statistik 2018 gegründet. Zwar waren das im Vergleich zum Vorjahr mit 30.130 Gründungen um 4,5 Prozent weniger, die Tendenz innerhalb der letzten 20 Jahre ist jedoch steigend. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte: Die Gründungsintensität (die Relation zum Unternehmensbestand) fiel im Zehnjahresvergleich mit 7,4 Prozent auf ihren Tiefststand. Die Branche mit den meisten Gründungen war die Personenberatung und Personenbetreuung mit circa 8.450 neuen Firmen, gefolgt von Unternehmensberatung, Buchhaltung und Informationstechnologie (2.480) sowie persönlichen Dienstleistern (2.140).

Eine Frage der Definition

Nicht jede neu gegründete Firma darf sich automatisch als Start-up bezeichnen. Laut Wirtschaftslexikon gelten „Unternehmen, die nicht älter als zehn Jahre sind sowie ein innovatives Geschäftsmodell verfolgen und/oder stark auf Wachstum ausgerichtet sind“, als Start-ups. Stichproben der WKO-Statistik aus dieser Gruppe zeigen eine klare Tendenz: So hat die Anzahl von Start-up-Gründungen in Österreich in den letzten Jahren stetig zugenommen, wobei im Bundesländer-Vergleich etwa die Hälfte von ihnen in Wien angesiedelt ist. Der Definition zufolge sind viele österreichische Start-ups in dynamischen Branchen wie Software (34,9 Prozent), Life Science (10,2 Prozent) oder Hardware (9,6 Prozent) tätig und bieten hoch innovative Produkte beziehungsweise Dienstleistungen an. Im Hinblick auf ihre Ziele stellt ein rasches Umsatzwachstum die erste Priorität dar.

Männerüberschuss

Im Vergleich zu den letzten Jahren findet man leider auch heute noch viel zu wenig Gründerinnen, denn die Chefs von morgen sind in der Regel männlich (70,8 Prozent reine Männer-Gründungen) und zwischen 25 und 39 Jahre alt (61,8 Prozent). Zudem sind Start-up-Unternehmer in Österreich zumeist Inländer (85,5 Prozent). Zusammenarbeit ist ein wichtiger Faktor bei der Gründung: Vier von fünf Unternehmen wurden im Team gestartet. Als wichtigstes Motiv nannten 90,5 Prozent der Gründer die Verwirklichung einer Idee beziehungsweise die Lösung eines Problems.
Auch die Geschlechterstruktur der Belegschaft von Start-ups in Österreich ist mit 68,3 Prozent eher männlich geprägt. Gleichzeitig haben viele junge Unternehmen Mitarbeiter aus dem Ausland, denn fast die Hälfte von ihnen klagt über Rekrutierungsschwierigkeiten im Heimatland.
Über 80 Prozent der Start-ups in Österreich finanzieren sich wenigstens zum Teil durch Ersparnisse ihrer Gründer. Mit zunehmender Größe gewinnen dann aber externe Finanzierungsformen an Bedeutung. So erhielten 55 Prozent der Jungunternehmen öffentliche Zuschüsse und 33,4 Prozent Gelder von Business Angels. Insgesamt haben 72,2 Prozent der österreichischen Start-ups bereits Fremdkapital aufgenommen.

(Quelle: www.statista.com) 

Infos

Hilfreiche Links rund ums Gründen:

www.gruenderservice.at
https://www.ffg.at/programm/startup
https://www.wko.at/service/w/unternehmensfuehrung-finanzierung-foerderung/Unternehmensgruendungen.html