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Am 7. Mai fand zum ersten Mal die Vienna Legal Tech statt. Das Event, das sich schon in Berlin, Paris und Zürich beweisen konnte, war auch in der Wiener Nordbahnhalle ein großer Erfolg: Rund 120 Juristinnen und Juristen arbeiteten in Workshops und Diskussionen an der Zukunft der Rechtsbranche.

„Wer Neues schaffen will, braucht Raum für Inspiration“, sagt Silke Graf, Head of Legal Tech bei PwC Legal zu Beginn des Events. Mit ihrem Verein „Disruption Disciplines“ hat sie die Vienna Legal Tech organisiert. „Darum freut es uns, dass so viele Teilnehmer erschienen sind, die wissen wollen, wie sie Legal Tech in die Tat umsetzen können.“

Ziel der Vienna Legal Tech war es, Juristinnen und Juristen, die sich mit der Digitalisierung im Recht auseinandersetzen, zu vernetzen und mit den großen Fragen zu konfrontieren: Was muss man konkret tun, um die eigene Kanzlei/das eigene Unternehmen zu digitalisieren? Welche Potentiale hat die Technologie für Juristinnen und Juristen – und was bedeutet das für Klientinnen und Klienten?

Disruption in Ort und Inhalt

Um zu lernen, mit der Digitalisierung umzugehen, trafen 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie Expertinnen und Experten in der Nordbahnhalle zusammen – zum letzten Mal, da diese kurz darauf eingerissen wird. „Die Nordbahnhalle wird schrittweise umgebaut – eine perfekte Metapher für die Prozesse, die wir im Legal Tech-Bereich erleben. Wie so viele Branchen wissen auch viele im Rechtsbereich noch nicht, welche notwendigen Umstrukturierungen auf sie zukommen.“, so Graf.

„Wir haben viel mit Juristinnen und Juristen gesprochen und kennen die Pain Points. In erster Linie wollen sie eine Art Schritt-für-Schritt-Anleitung für die Umsetzung ihrer Projekte. Das Event sollte genau das bieten: Eine Art ‚Toolbox‘, auf die man in jeder Phase eines Legal Tech Projekts zurückgreifen kann. Und wir glauben, das ist gut gelungen.“, sagt Christian Öhner, Gründer von Disruption Disciplines und Managing Partner bei PwC Legal.

Die Inhalte vermittelt hat ein 21-köpfiges Expertenteam aus Österreich, Deutschland und der Schweiz, die allesamt ihre eigenen Erfahrungen vermittelt haben. Auch sie wurden gelobt: „Wenn Experten aus der Praxis auch aus ihrer Praxis berichten, dann nehme ich am meisten mit!“, so eine Teilnehmerin.

Mehrwert nicht nur für Juristinnen und Juristen

Das Programm führt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Schritt für Schritt durch den Prozess der Technologisierung im Rechtsbereich: Von der Entwicklung der passenden Legal Tech Strategie über neue Arbeitsprozesse im juristischen Bereich hin zur Umsetzung.

Auch das Format war neu und kam sehr gut an: Auf klassische Podiumsdiskussionen und Key Notes wurde völlig verzichtet. „Wir wissen, dass die Aufmerksamkeit der Zuhörer bereits nach 20 Minuten einer typischen Key Note abnimmt. Wir haben die VLT in erster Linie für die TeilnehmerInnen geplant und wollten daher etwas Neues versuchen.“, so Öhner. „Pointierte Vorträge, Pro & Contra Diskussionen und Break-Outs mit Showcases. Das waren unsere Ideen, die glückerweise sehr gut angekommen sind.“, fügt Graf hinzu.

Graf und Öhner zufrieden

Graf und Öhner ziehen Bilanz: „Die Erstauflage in Wien war ein großer Erfolg. Wir freuen uns über so viele begeisterte Teilnehmer und das positive Feedback.“