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Eugen Schmidt GF AboutMedia, Leiter Online-Vermarkterkreis

Die Nutzung von AdBlockern nimmt prinzipiell weiter zu – für Werbetreibende eine Herausforderung.

AdBlocker sind eines der großen Ärgernisse für Online-Werbetreibende. Allgemein steigt die Verwendung dieser Blockade-Software bei Usern im internationalen Vergleich oder stagniert schlimmstenfalls – aber man kann dieser Situation auch etwas Positives abgewinnen. Das meinen zumindest die Online-Marktforscher von YouGov, die eine entsprechende Analyse für Deutschland durchgeführt haben. Demnach solle man als Werbetreibender nicht verzagen, man könne versuchen, die AdBlocker-Nutzer besser kennenzulernen und entsprechende Angebote mit zielgruppenrelevanten Inhalten optimieren. Soll heißen: Die Zielgruppe ist nicht verloren, denn diese User sind äußerst online-affin und versprechen daher großes Potenzial. In Österreich macht man sich diesbezüglich ohnehin keine Sorgen.

Akzeptierte Standards

Die Nutzungsrate von AdBlockern liegt in Österreich deutlich unter dem europäischen Schnitt und ist in den letzten Monaten sogar gesunken, erläutert dazu Eugen Schmidt, Geschäftsführer von Vermarkter AboutMedia und Leiter des Online-Vermarkterkreises im Interactive Advertising Bureau Austria (iab austria). Dafür verantwortlich seien die umfassenden Qualitätsinitiativen des iab austria und Online-Vermarkterkreises, begründet Schmidt: „Da gibt es beispielsweise die strikte Einhaltung der LEAN-Standards – Light, Encrypted, AdChoices-compliant and Non-intrusive – oder der Code-of-Conduct, dem sich alle relevanten Medien und Vermarkter unterwerfen.“ Auch die steigende mobile Nutzung wirke sich positiv aus durch geringere AdBlocker-Installationen: „Die hohe Qualität von Digitalwerbung sorgt für große Akzeptanz und geringe Nutzung von AdBlockern. Wir tun alles, damit dies so bleibt und vom Markt auch so wahrgenommen wird“, betont Schmidt.

Ja zu A

Wie geht man als werbetreibendes Unternehmen dennoch mit dieser Entwicklung um?  Schmidt: „Werbetreibende Unternehmen sind richtig beraten, auf österreichische Medien, Agenturen und Vermarkter zu setzen. Sie garantieren hohe Viewability und Brand Safety. AdFraud ist in Österreich unter der Wahrnehmungsgrenze.“ Zahlreiche Medien beginnen auch schon, ihre Inhalte nur bei Verzicht auf AdBlocker auszuspielen, erzählt der Vermarktungs-Experte: „Das ist ein richtiger Schritt, um die User für den Wert der Inhalte zu sensibilisieren, die sich primär durch Werbung finanzieren lassen.“ Etablierte Werbeformen wie die Sitebar, auf sie entfallen rund 25 Prozent aller AdImpressions, werden besonders gut angenommen und von fast allen Medien und Vermarktern angeboten, so Schmidt weiter: „Die Umfeldqualität ist sowohl in technischer als auch inhaltlicher Hinsicht essenziell für den Werbeerfolg. Zudem verfügen österreichische Vermarkter, Agenturen und Medien über lokale Ansprechpartner und profunde Marktkenntnis, von der Kunden profitieren.“ Auch die Momentum-Spendingstudie zeige, wohin es richtigerweise geht: „Klassische Digitalwerbung wird im laufenden Jahr um 5,8 Prozent wachsen, Social Media legen nur um 0,6 Prozentpunkte zu.“