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Der stationäre Einzelhandel – Titanic oder Phönix?

© adiruch na chiangmai/AdobeStockWird es bald keinen funktionierenden Einzelhandel mehr geben oder stehen ihm Umsatzwachstum und gigantische Chancen bevor? Das kommt ganz darauf an, ob wir vom Einzelhandel mit nur einem stationären Geschäft sprechen, vom Einzelhandel mit Filialen oder vom Online-Einzelhandel.

Den Filialisten, besonders den großen, geht es gut. Das bestätigt die Studie „Global Powers of Retailing 2017: The art and science of customers“ der internationalen Unternehmensberatung Deloitte. Auch die meisten Online-Händler wachsen, viele rasant. Doch was ist mit der dritten Gruppe der Einzelhändler mit nur einem stationären Laden? Zur Lage in Österreich liefert die Wirtschaftskammer relevante Zahlen: Zwischen 2003 und 2018 ist jedes dritte Einstandort-Handelsunternehmen vom Markt verschwunden. Die Anteile der Verkaufsflächen, die Umsätze und Standorte der Filialisten nehmen dagegen kontinuierlich überproportional zu. Also möglichst schnell wachsen und in einen Online-Shop investieren? Dagegen spricht, dass Wachstum auf Befehl selten funktioniert und der Online-Handel ein echtes Haifischbecken ist, in dem nur die Härtesten überleben.

Probleme im Einzelhandel

Die meisten inhabergeführten Einzelhandelsgeschäfte bieten ein hervorragendes Einkaufserlebnis. Oft stellt der Kunde fest, dass die Preise nicht höher sind als im Filial- oder Online-Handel, manchmal sogar billiger. Wo liegt also das Problem? Zum einen verfügt der traditionelle Einzelhandel durch den medialen Wandel nicht mehr über genügend Kommunikationsmittel zu den eigenen und potenziellen neuen Kunden. Werbung über Tagespresse, Anzeigenblätter, Handzettel und Schaufensterauslagen erreichen die Zielgruppe nicht mehr, denn die Auflagen sinken dramatisch. Bei den Anzeigenblättern sieht es nicht besser aus. Und Schaufenster reichen nur noch in unerschwinglichen Top-Lauflagen als Kommunikationskanal. Gibt es für die kleineren Einzelhändler überhaupt noch eine Chance? Ja, es gibt sie. Nicht kostenlos, aber kostengünstig. Und man muss aktiv etwas dafür tun. Die Rettung heißt: E-Mail-Marketing.

Wunderwaffe E-Mail-Marketing

Der größte Vorteil: Durch E-Mail-Marketing verfügen Unternehmer über einen direkten Kommunikationskanal zu ihren Kunden, den ihnen kein Dritter wegnehmen kann. Weder Facebook noch Amazon kann die Verbindung zu E-Mail-Empfängern stören. Bis auf Widerruf können Unternehmer ganz alleine bestimmen, wie, wann und mit welchen Inhalten sie mit ihrem Empfänger in Kontakt treten.

Weitere Vorteile:

Kosteneffizienz: E-Mail-Marketing liefert im Vergleich zu anderen Marketingkanälen den besten ROI.

Erreichbarkeit: Per E-Mail können weltweit vier Milliarden Menschen erreicht werden, mehr als mit jedem anderen Medium.

Einfachheit: Heutzutage kann so gut wie jeder Kunde auch E-Mail.

Effizienz: E-Mail kann breit eingesetzt werden, beispielsweise für die Steigerung der Markenbekanntheit.

Analytik: Es ist sehr einfach, die Performance von E-Mail-Marketing-Kampagnen zu messen, sodass sie schnell optimiert und die Effizienz gesteigert werden können.

Was muss ich tun, um mit E-Mail-Marketing meine Umsätze zu steigern?

  1. Sie brauchen eine Liste von Empfängern, die Sie anschreiben dürfen. Die DSGVO zeigt Ihnen den Weg, den Sie gehen sollten, um rechtssicher E-Mail-Marketing einzusetzen.
  2. Sie brauchen ein Versandsystem, das Sie bei der Verwaltung Ihrer Empfängerlisten unterstützt, das dokumentiert, welche Empfänger neu dazukommen und welche sich abgemeldet haben, nicht mehr erreichbar sind oder Ihre E-Mails als Spam betrachten.
  3. Sie brauchen eine Software, mit der Sie Ihre E-Mails einfach gestalten können und die Ihre Kampagnen weitestgehend automatisiert.
  4. Und Sie brauchen attraktive Angebote. Je persönlicher, desto besser.

Autor: Ottmar Neuburger

Lesen Sie im MedienManager 11/2019: E-Mail-Marketing für jeden