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TV-Mythen auf dem Prüfstand

© Brian Jackson-AdobeStockDer MedienManager räumt mit den gängigsten Irrtümern des Werbemediums Bewegtbild auf.

Die Gattungsinitiative Screenforce beantwortet in zahlreichen Studien Fragen rund um lineares Fernsehen und deckt dabei so manchen Irrtum auf.

Mythos 1:

Streamingdienste überholen TV.

Der Markt für Video-Streaming im Abo boomt – Netflix zählt mittlerweile rund 140 Millionen bezahlte Mitgliedschaften. Lineares Fernsehen hat ausgedient.

Fakt:

Video-Angebote im Internet ergänzen das konventionelle TV.

Nicht einmal in der Hälfte der Haushalte mit Smart-TVs werden Onlineangebote auf dem großen Schirm tatsächlich genutzt (16 % bezogen auf alle TV-Haushalte). Der große Schirm bleibt die Domäne der linearen TV-Angebote, nur sieben Prozent der Erwachsenen nutzen kostenpflichtiges Video-on-Demand, wie der TNS Convergence Monitor, die jährlich durchgeführte Gemeinschaftsstudie von TNS, IP Deutschland und weiteren Partnern, zeigt.

Mythos 2:

Junge Zielgruppen schauen nur noch auf ihr Handy.

Junge Zielgruppen sind mit ihrem Smartphone fast schon „verwachsen“, sie verschmähen klassisches Fernsehen.

Fakt:

Der Fernseher ist der meistgenutzte Screen.

Die innovative Tagesablaufstudie „Fourscreen Touchpoints“ von IP Deutschland zeigt: Der Fernseher ist weiterhin der dominierende Screen, auch bei den Digital Natives. Smartphones haben dagegen – insbesondere in jungen Zielgruppen – die persönliche Kommunikation neu definiert.

Mythos 3:

Fernsehen kann die Gruppe der Nichtseher gar nicht erreichen.

Es gibt einen kleinen Personenkreis, um den sich große Mythen ranken: die TV-Nichtseher. Durch lineares Fernsehen lassen sie sich gar nicht erreichen.

Fakt:

Wer die TV-Nichtseher mit Werbung erreichen will, hat es generell schwer.

TV-Nichtseher nutzen zwar Onlinevideo, aber auch nicht mehr als andere. Ein Viertel ihres Videokonsums entfällt auf TV-Aufnahmen und Mediatheken – auf diesem Weg erreichen also auch die Inhalte des klassischen Fernsehens die TV-Nichtseher. Trotzdem gilt: Der Verzicht auf Fernsehen wird nicht durch andere Plattformen kompensiert.