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„Diese Welt ist noch zu retten“, ist Hans Metzger, Geschäftsführer von tele überzeugt.

Wie ein Medium 1,5 Millionen Werbevolumen einem guten Zweck widmet – ein Gastbeitrag von Hans Metzger, Geschäftsführer vom tele Verlag.

Die „tele Klimainitiative“ ist eine Kampagne, bei der tele – Österreichs größtes TV-Magazin – einen Beitrag zur Sensibilisierung für das Thema Umweltschutz und zum alarmierenden Zustand des Klimas auf der Erde leisten möchte. Es scheint vielleicht zunächst weit hergeholt, dass eine TV-Programm-Zeitschrift sich um dieses Thema kümmert. Aber eigentlich ist es ganz einfach: Alle Menschen und alle Unternehmen sollten – nein: müssen – sich um das Thema kümmern, da es uns alle betrifft. Wir sind vielleicht nur unter den Ersten, die das so prominent machen.

Sensibilisierung

tele stellt auf allen eigenen Medienkanälen und in vielen befreundeten Medien redaktionelle Flächen und Werbeflächen zur Verfügung. Zusätzlich verzichten wir weitgehend darauf, unsere eigenen Leistungen in Inseraten oder TV-Spots in Form einer Imagekampagne in anderen Medien zu bewerben und nutzen diese Werbeflächen, die wir in anderen Medien haben, lieber für die Sensibilisierung für das Umweltthema. Dort kommen prominente Menschen zu Wort und signalisieren auf ihre jeweils eigene Weise ihre Sorge und Betroffenheit über den Zustand des Weltklimas.

Zeit zum Handeln

Zwar ist der Klimawandel gerade in aller Munde. Aber ist es wirklich so schlimm, dass es gerechtfertigt ist, alle Kommunikationskanäle eines Mediums diesem Thema zu widmen? Glaubt man so gut wie allen Klimaexperten auf der ganzen Welt, dann ist es sogar noch viel schlimmer! Machen wir allesamt mit dem CO2-Ausstoß so weiter wie zuletzt, dann ist die Atmosphäre spätestens in acht Jahren so mit CO2 gesättigt, dass die Klimaerwärmung nicht mehr – und zwar nie mehr – zu stoppen ist. Es muss also bereits bis 2030 gelingen, den CO2-Ausstoß deutlich zu senken. Sonst wird sich die Erde so aufheizen, dass viele Teile unbewohnbar sein werden. Wir hier in Mitteleuropa leben wegen unserer Höhenlage und der vielen Wälder quasi auf einer Insel der Seligen, wo alles erst etwas später spürbar sein wird. Aber Hunderte Millionen Menschen in anderen Teilen der Welt haben dieses Privileg nicht. Und was werden diese Menschen tun? Sie werden sich andere Plätze suchen müssen. Gigantische Migrationsbewegungen werden die Folge sein.

Bei der Herstellung sämtlicher Produkte – ob Zeitschriften, Autos oder Lebensmittel – entsteht CO2. Wir veröffentlichen unsere CO2-Bilanz und versuchen im Rahmen unserer Möglichkeiten, eine dauerhafte Reduktion zu erwirken. Die Herstellung einer tele-Ausgabe mit durchschnittlich 1,027.000 Heften verursachte 2018 rund 92 Tonnen CO2. Zum Vergleich: Der CO2-Verbrauch eines einzelnen Passagiers für einen Flug von Wien nach New York und zurück beträgt rund 2,9 Tonnen CO2 – das vollbesetzte Flugzeug erzeugt also in einem etwa achtstündigen Flug mehr CO2 als tele in einem Monat. Durch den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energie, die Optimierung der Auflagen, den verstärkten Einsatz von Recycling-Papier und viele andere Maßnahmen reduziert tele seine CO2-Werte aktuell um rund fünf Prozent im Jahr. Weitere Maßnahmen, etwa eine Kompensation durch den Kauf von CO2-Zertifikaten, prüfen wir gerade.

Wie erwähnt, sehe ich uns Medien in besonderer Verantwortung beim Klima-Thema. Es genügt nicht, nur über diese oder jene Aktivität zu berichten. Wir müssen viel stärker darauf hinweisen, dass Klimaschutz, wie wir ihn heute brauchen, dringend ist und dass er weh tun wird. Eigene Aktionen, Rubriken und Seiten zum Thema tun Not – wie einige TV-Sender das schon machen. Diese Welt ist noch zu retten!

Hans Metzger