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Gastbeiträge: Content Marketing Forum

© CMF
Nicola Dietrich

Höllentrip oder Customer Journey?

Man möchte ein Produkt oder eine Leistung bekannt machen und viel davon verkaufen. Also wird eifrig Content produziert. Der soll natürlich möglichst schnell Umsatz generieren. Oder auch Leads. Weil die Reaktionen ausbleiben, bewirbt man ihn über alle verfügbaren Kanäle. Und nach und nach werden Maßnahmen, die „man halt machen muss“ zur historisch gewachsenen Taktik, die mehr dem Selbstzweck dient als einem Ziel. Und schon ist es passiert: Viel Geld ist geflossen, personelle Ressourcen sind ausgereizt, und man stellt frustriert fest, dass weder Leads noch Umsatz gewachsen sind. Dieser oft gelebte Marketing-Alltag passiert, wenn die strategische Planung und der gezielte Einsatz von Technologie fehlen. Trifft Content zur falschen Zeit im falschen Kanal auf die falschen Leute, und wird dessen Leistung nicht entlang des gesetzten Kommunikationsziels bewertet, reitet man mit Vollgas auf einem Umsetzungshöllentrip. Hier kann Marketing-Automation wertvolle Dienste leisten. Sie sammelt automatisch Daten und identifiziert Leads. Marketing-Automation spielt Inhalte zum richtigen Zeitpunkt im passenden Kanal an die richtigen Personen aus. Und das Beste ist: Sie klärt, welche Inhalte ihre konkrete Aufgabe erfüllen und macht somit alle Anstrengungen messbar. Aber Achtung: Die Betonung liegt auf „Dienste“. Die aus den Unternehmenszielen abgeleitete Planung und intensive Auseinandersetzung mit den potenziellen Kunden kann der automatisierte Prozess nicht ersetzen. Fehlt hier das Zusammentragen aller Daten, echter Vertriebserfahrungen und Hirnschmalz in der Strategie, ist auch die beste Technologie nichts wert.

Nicola Dietrich

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Dani Kaczynski

Hello Campaigning!

Das Märchen vom viralen Content ist endgültig als solches entlarvt. Die Distribution, also die Verbreitung von Inhalten auf den geeigneten Kanälen, spielt im Content Marketing eine wichtige Rolle, keine Frage. Aber eben nur eine von vielen und zudem eine, die gründlich geplant werden muss. Im Content Campaigning kommt viel zusammen – das Erstellen und das Verbreiten zielgruppenrelevanter, in der Themenwelt einer Marke oder eines Produkts verankerter Ereignisse und Content-Stücke. Auch die Zeit spielt eine wesentliche Rolle: Eine Content-Kampagne kann zeitlich abgeschlossen sein, wie ein klassischer Flight. Immer stärker setzt sich aber durch, dass sich die Mechanismen von Content Campaigning hervorragend eignen, mit einem kontinuierlichen, zeitlich unbegrenzten Content-Angebot eine Kommunikations- oder Marketingaufgabe zu erfüllen. Die stetig wachsende Kanalvielfalt hat dazu geführt, dass leider Unternehmen gerne den einen oder anderen Kanal in den Vordergrund stellen. „Lasst uns was auf Social Media machen!“ ist zu einem häufigen Satz zwischen Auftraggeber und Agentur geworden. Doch so einfach darf man es sich keinesfalls machen. Derartiges Agieren ist, mit Verlaub, schlichtweg falsch. Bei der Urlaubsplanung würde niemandem in den Sinn kommen, den Flug zu buchen, bevor er die Destination kennt. Genau so ist es im Content Marketing: Es bedarf ganzheitlicher Lösungen, die auf einer Bedarfsanalyse und einer starken Strategie beruhen. Nur so tritt Kampagnen- an die Stelle von Kanaldenken.

Dani Kaczynski

 

Das Content Marketing Forum ist die Interessengemeinschaft der führenden medialen Dienstleister im deutschsprachigen Raum und mit mehr als 100 Mitgliedsunternehmen der größte Verband dieser Mediendisziplin in Europa.

Österreichvertretung:
CMF-Vorstand Österreich Martin Distl,

martin.distl@groupm.com