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Bei der Videoproduktion gilt: Qualität steht immer vor Quantität. Diesem Leitspruch folgen die beiden Gründer von Wexplore
Productions, Philip Gabriel und Max Dorfner.

Videos müssen emotionalisieren, um aus der Masse an Content auf den Kanälen herauszustechen. Wie die Videoproduktion garantiert klappt, erklärt Philip Gabriel, CEO von Wexplore Productions.

MedienManager: Herr Gabriel, obwohl laut Statistiken 81 Prozent der Verbraucher ein Produkt kaufen oder eine Dienstleistung in Anspruch nehmen, nachdem sie ein Video angesehen haben, sind viele Marketer immer noch skeptisch, da ein Videodreh zumindest in der eigenen Vorstellung stets mit viel Aufwand verbunden ist. Warum lohnt sich der Einsatz eines Videos für werbetreibende Unternehmen?

Philip Gabriel: Meiner Meinung nach ist Bewegtbild nicht mehr wegzudenken. Auch online ist der Trend zu Bewegtbild ungebrochen. Ich kann den Marketern hier die Angst nehmen: Der Aufwand der Videoproduktion hält sich für den Kunden in Grenzen, denn die Rolle der Agentur ist es, ihm diese Aufgabe abzunehmen. Der Kunde muss seine Idee kommunizieren und genau wissen, was er möchte. Dann ist die Agentur am Zug, die Wünsche des Kunden bestmöglich umzusetzen.

MedienManager: Video ist eines der wirksamsten Marketingtools unserer Zeit, doch nur wenige wissen es für sich richtig und effizient zu nutzen. Worauf muss man als Agentur bei der Produktion eines Videos für einen Kunden achten?

Gabriel: Als Agentur muss man vor allem das Gesamtbild und die Gesamtstrategie betrachten. Wichtig ist ja nicht nur der Part des Videos an sich, sondern eine Gesamtstory muss kommuniziert werden. Das ist mit ein Grund, warum wir gerade ein neues Geschäftsbild aufbauen. Wir haben erkannt, dass die Produktion unserer Meinung nach nicht enden soll, wenn das Video fertig ist, sondern darüber hinaus muss der Kunde beim Publishing und bei der Kanalauswahl so betreut werden, dass für ihn das beste Ergebnis herausspringt. Mein Zugang ist: Das Video kann noch so großartig sein, wenn es aber auf den falschen Kanälen ausgespielt wird, ist es wirkungslos.

MedienManager: Welche Tipps und Tricks haben Sie für unsere Leser parat, damit Ihre Produkte und Dienstleistungen besonders wirksam in Szene gesetzt werden?

Gabriel: Drei Wörter: Emotion, Storytelling und Authentizität – das ist heutzutage meiner Meinung nach am relevantesten. Aufgrund der Flut an Content ist es schwer, mit seinen Produkten herauszustechen. Plumpe Werbung funktioniert heute nicht mehr. Man muss Emotionen vermitteln und authentisch sein. Bei der Videoproduktion sollte man diese Tipps immer im Hinterkopf behalten.

MedienManager: Trotz des rasanten und anhaltenden Bedeutungszuwachses von Bewegtbildern sinken viele Marketingbudgets für die Produktion. Anstelle eines großen TV-Spots pro Jahr müssen mehrere Videos produziert werden, was zu einer echten Herausforderung für Kreations- und Produktionsprozesse werden kann. Was macht hochwertigen Videocontent heute aus? Knackig und kurz? Lang und langlebig?

Gabriel: Das ist schwer zu pauschalisieren. Jeder Kunde und jedes Projekt ist als einzigartig anzusehen. Aber der Trend geht immer mehr in kürzere Produktionen, anstatt riesige Budgets freizugeben. Man muss diese Trendwende als Chance sehen. Viele unserer Kunden wählen für unterschiedlichste Formate und Kanäle bereits jetzt lieber kürzere Videoproduktionen.

MedienManager: Wie berücksichtigt die Videostrategie eines Unternehmens alle benötigten Formate – ohne das Budget zu sprengen?

Gabriel: Obwohl die Relevanz von Videoproduktionen steigt, werden Budgets dafür gekürzt. Dabei gibt es genügend Formate, die kostengünstig sind. Man muss sich nur den Online-Bereich anschauen, da gibt es bereits eine Flut solcher Formate. Qualität steht aber immer vor Quantität. Bevor ich diverse Kanäle bespiele, muss ich mir Gedanken über die Zielgruppe machen und was für sie relevant ist. Da ist es meist besser, ich suche mir nur drei Kanäle und bespiele diese dafür aber zu 100 Prozent.

MedienManager: Zu Ihren Kunden zählen namhafte Unternehmen wie ÖBB, PULS 4 und sogar die Bundesliga. Auf welches Projekt sind Sie besonders stolz?

Gabriel: Besonders stolz sind wir auf unser Projekt mit dem MIT in Boston. Dabei konnten wir mit amerikanischen Unternehmen und der prestigeträchtigen Universität, die international bekannt ist, zusammenarbeiten. Wir haben im Zuge dessen eine Dokumentation produziert und waren zu Besuch auf einem Forum in Österreich. Über mehrere Tage hinweg haben wir eine große Crew internationaler Speaker und eingeladener Gäste betreut. Auf unserer Webseite gibt es einen Trailer. Die Zusammenarbeit mit einer österreichischen Filmproduktion ist dabei keine Selbstverständlichkeit. Aber unabhängig von dem Projekt sind wir stolz, weil es zeigt, dass wir zahlreiche nationale und internationale Kunden betreuen können. Es zeigt, dass wir kundenorientiert arbeiten und einen gewissen Qualitätsanspruch mitbringen. Nachhaltige Partnerschaften sind uns dabei wichtig. Beispielsweise bestehen unsere Partnerschaften mit den ÖBB oder den Casinos Austria schon seit Jahren.

MedienManager: Wie hochwertig müssen Videos für die Kundenkommunikation mittelständischer Unternehmen gestaltet sein? Darf es auch das „Low Budget“- Format sein?

Gabriel: Wie bereits gesagt, sind wir heutzutage tagtäglich mit Videocontent auf den unterschiedlichsten Plattformen konfrontiert. Es ist schwer, sich dabei abzuheben. Um aber herauszustechen, muss es nicht immer eine große Produktion sein. Ich bin der Meinung, dass es entscheidend ist, welche Story man erzählen möchte und mit welchen Emotionen eine Marke aufgeladen ist. Das sind die Schlüsselfaktoren für die Kreativität.

MedienManager: Wie wirkungsvoll finden Sie das regelmäßige Produzieren von Kurzvideos, um beispielsweise im B2B-Bereich seine Kunden über Entwicklungen und Neuerungen am Laufenden zu halten?

Gabriel: Das erachte ich als sehr wirkungsvoll. In der schnelllebigen Zeit des Digitalen haben B2BVideos immer mehr Relevanz. Man kann sie beispielsweise für Linked-In, für Kundenpräsentationen oder für Messen verwenden. Kurzvideos sind so wirkungsvoll, weil sie ein Tool sind, mit dem man sich von der Konkurrenz abheben kann.

MedienManager: Ist es ratsam, dass sich in der Unternehmenskommunikation die Eigentümer und Manager eines Unternehmens persönlich zeigen und zu Wort kommen?

Gabriel: Es kann ein Vorteil sein, wenn sich der Eigentümer oder Manager eines Unternehmens persönlich zu Wort meldet. Aber das ist natürlich unternehmensabhängig, und alles muss mit Maß und Ziel geschehen. Es kann natürlich auch Nachteile bringen, aber ich persönlich glaube mehr an den Vorteil. Wenn sich der Chef zu Wort meldet, kann das emotionalisieren. Auch auf die Unternehmensstrategie kommt es an. Die Marke darf sich jedoch nicht von der Person abhängig machen.

MedienManager: Welche Erfolgsbeispiele aus dem B2C- und B2B-Bereich haben Sie für unsere Leser?

Gabriel: Im B2C-Bereich haben wir für das Österreichische Start-up VIITA Watch eine Kickstarter-Kampagne über Crowdfunding gestartet. Das Video hat zu 90 Prozent zum Erfolg beigetragen. Wir haben es geschafft, eine halbe Million Euro zu erwirtschaften nur aufgrund des Videos. Das war für VIITA Watch ein Rekord. Das Produkt emotionalisiert und wir haben es perfekt inszeniert. Das ist der ausschlaggebende Punkt für ein erfolgreiches Video. Auch für die Bundesliga haben wir mehrere Videos gedreht. Der Auftrag war: Man kennt Fußball aus dem Fernsehen und ist bestimmte Aufnahme-Blickwinkel gewohnt. Wir haben die klassischen Fernsehaufnahmen außen vor gelassen. Unsere Strategie war es, den Fans noch mehr Einblicke zu bieten und sie direkt mit aufs Spielfeld zu nehmen. 

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