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Viele neue Kundenadressen

Inzwischen ist Julia ganz begeistert von E-Mail-Marketing. Trotzdem würde es noch besser funktionieren, wenn sie mehr Kontakte hätte.

Stop“, ruft mir die Frau an der Walmart-Kasse hinterher. Habe ich vergessen, meinen Schokoriegel zu bezahlen? Sie winkt mir mit Zettel und Stift in der Hand. „Bitte füllen Sie das hier noch aus!“ Postleitzahl? Nein, meine E-Mail-Adresse möchte die Dame, damit ihr Arbeitgeber mir in Zukunft einen Newsletter zuschicken kann. Von Marketing und Verkaufen verstehen die Amerikaner etwas, das haben sie einfach drauf. Eine Kleinigkeit wäre allerdings noch zu verbessern, denke ich. Denn der Kugelschreiber, den mir die Mitarbeiterin in die Hand drückte, kleckerte, und die Person, die meine Adresse anschließend in den Computer tippen musste, die beneide ich nicht. Auf dem Weg zum Auto fällt es mir wie Schuppen von den Augen. Julia, meine Cousine mit dem Blumenladen, ist zwar inzwischen ganz begeistert vom E-Mail-Marketing, aber zuletzt wirkte sie fast ein wenig unzufrieden. Ich musste an das Märchen vom Fischer und seiner Frau denken. Mit ihren Kampagnen und Aktionen verkauft Julia doch jetzt viel mehr Blumen. Was will sie denn noch? „Doch, doch, das mit meinen Newslettern funktioniert super“, sagt Julia. „Aber wenn ich noch mehr Kontakte hätte, dann würde es bestimmt noch besser funktionieren.“ Womit sie recht hat. Und hier, bei Walmart in den USA, habe ich gerade die verblüffend einfache Lösung für Julias Problem selbst erlebt. Ok, E-Mail-Adresserfassung per Kugelschreiber kam für mich nicht infrage. Stattdessen habe ich einen kleinen Aufsteller für den Kassentisch und ein Hinweisschild direkt an der Kasse der „Pusteblume“ angebracht. Darauf steht: „Jeder, der sich für unseren Newsletter registriert, bekommt einen Gutschein für seinen nächsten Einkauf.“ Dazu schön groß ein QR-Code, der nur gescannt werden muss, um sich zum Newsletter anzumelden und die E-Mail mit dem Gutschein zu bekommen. Sobald die Kundin den QR-Code mit dem Handy scannt, öffnet sich auf ihrem Handy ein vorausgefülltes Formular mit ihrer E-Mail-Adresse. Sie muss nur noch bestätigen, dass sie mit der Zusendung von E-Mail-Angeboten einverstanden ist und auf OK klicken. Was ich dafür auf Julias Website einrichten musste, war ein Klacks. Dabei habe ich ihr gleich noch die Doichain installiert, sodass die Bestätigung des Werbe-Einverständnisses durch die Kundin auch automatisch, fälschungssicher, nachprüfbar, anonym und jederzeit widerrufbar in der Blockchain gespeichert wird. Die Blockchain ist ein neues Thema, auf das ich ein andermal genauer eingehe. Es ist tatsächlich eine sehr nützliche Technologie. Für alle, die diese Adressgewinnungs-Methode auch gern nutzen würden, sie aber nicht selbst einrichten können oder wollen, gibt es noch eine gute Nachricht. Die Technik hinter dieser Methode gibt es bereits und sie ist schon zum Abrufen fix und fertig vorbereitet. Sie brauchen nur das Formular auf www.campaign.plus/mehradressen ausfüllen, und schon kann es losgehen.

Autor: Ottmar Neuburger