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Print ist ein Gewinn für jeden Mediaplan

Print zeigt nicht nur Stabilität, sondern auch viele Facetten, die in jedem Mediaplan berücksichtigt werden sollten.

Werbung ist unerlässlich für den Erfolg eines Unternehmens, viele Vorteile gibt es hier vor allem bei den Printanzeigen. Trotz all der Möglichkeiten, die sich heutzutage bieten, um zu werben, ist die Printwerbung eine stabile und vor allem beliebte Form der Werbung. Mit einer Reichweite von 60 Prozent (Media-Analyse 2019), die auch über Jahre hin annähernd gleichbleibend ist, ist die Printwerbung eine sehr effektive Art, um Kunden auf ein Unternehmen oder Produkt aufmerksam zu machen.

Ein weiterer Vorteil des Printformats ist die hohe Glaubwürdigkeit, die dieses Medium besitzt. Aus diesem Grund entscheiden sich viele Werbetreibende für Anzeigen im Printformat. Auch der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger e.V. (BDZV) zeigt mit seinen Erhebungen die Seriosität und Glaubwürdigkeit von Printmedien. Knapp 80 Prozent der Befragten gaben an, dass Unternehmen, die mit Anzeigen in der Zeitung werben, als seriös gelten. Auch fanden 80 Prozent, dass Anzeigen in Printmedien als glaubwürdig und zuverlässig angesehen werden können. Folglich wirkt Werbung auf Papier authentischer als jene in digitaler Form. Was folgt daraus für KMU? Print sollte in keinem Mediaplan fehlen.

Mediaplanung leicht gemacht – denn einfach darauflos zu werben, ist keine Lösung. Eine sorgfältige Mediaplanung ist Voraussetzung für einen nachhaltigen Werbeerfolg. Konkret können einige Fragen helfen, um einen Mediaplan zu erstellen.

Was ist die Werbebotschaft? Ob nun ein spezielles Produkt beworben werden soll oder das Unternehmen vorgestellt wird, soll in diesem Schritt festgelegt werden.

Wen soll die Werbung/Kampagne erreichen? In dieser Phase soll die Zielgruppe definiert werden.

Welches Budget steht zur Verfügung? Der zur Verfügung stehende Werbeetat wird festgelegt.

Welche Medien können für die Werbung gewählt werden? Print, TV, Online – viele Möglichkeiten, wo die Werbung platziert werden kann, stehen zur Verfügung. Auch kann crossmedial, also über mehrere Kanäle, geworben werden.

Welche Werbemittel sollen eingesetzt werden? Diese Frage hängt stark mit der vorherigen zusammen, da geklärt wird, ob auf Bild, Ton oder eine Kombination gesetzt wird.

Wann soll geworben werden? Je nach gewähltem Medium stellt sich die Frage, wann die Werbung gedruckt beziehungsweise wann sie ausgestrahlt wird. Der Werbetreibende muss sich über den zeitlichen Horizont der Werbemaßnahmen im Klaren sein. Soll der Werbedruck schnell aufgebaut oder über einen längeren Zeitraum erhalten bleiben? Die zeitliche Verteilung ergibt sich meist aus der Ableitung der Werbeziele.

Wo soll geworben werden? Geomarketing sorgt für minimierte Streuverluste, da nur in den Gebieten geworben wird, in welchen sich die Zielgruppe aufhält. Des Weiteren hilft Geomarketing bei der Potenzialausschöpfung, so dass die Zielgruppe optimal erreicht wird.
Die wichtigste Aufgabe eines Mediaplans ist die Entscheidung, welche Medien für die Werbekampagne eingesetzt werden, um eine maximale Anzahl an potenziellen Kunden zu erreichen und das so kostengünstig wie möglich.

Und das nun bitte in Print: Entscheidet sich ein Unternehmen aufgrund des Mediaplans, in Printformaten zu werben, gibt es auch hier viele verschiedene Möglichkeiten. Zunächst kann man zwischen der Häufigkeit der Veröffentlichungen und somit dem Themengebiet unterscheiden. Tageszeitungen richten sich durch ihre umfassenden Berichterstattungen an ein sehr breites Publikum.

Wöchentlich hingegen erscheinen die Wochenzeitschriften und sind somit das Bindeglied zwischen Tageszeitungen und Zeitschriften. In Bezug auf Layout und Anzahl der Leserinnen und Leser sind sie meist mit den Tageszeitungen vergleichbar. Als Bonus kann die hohe Leser-Blatt-Bindung gesehen werden, die die Wochenzeitschrift vor allem für Werbetreibende interessant macht. Wochen- und Anzeigenblätter erscheinen meist wöchentlich.

Gänzlich durch die enthaltene Werbung werden Anzeigenblätter finanziert. Aus diesem Grund werden sie auch kostenlos verteilt, was ihnen eine große Leserschaft garantiert.
Publikumszeitschriften werden in „general interest“ und „special interest“ aufgeteilt. General-interest-Zeitschriften befassen sich mit allgemeinen, meist politischen Themen. Special-interest-Zeitschriften liefern hingegen spezielle Informationen, meist zum Thema Sport, Reise oder Lifestyle.

Fachzeitschriften haben meist ein klar eingegrenztes Fachgebiet, das sich etwa an spezielle Berufsgruppen richtet. So breit die Möglichkeiten in der Printwelt auch sind, so hat jede Form ihre Vorzüge.

Hier noch einmal das wichtigste kompakt: Tageszeitungen punkten mit ihrer großen Reichweite und ihren hohen Verkaufszahlen. Zeitschriften, die ein spezifisches Thema und Publikum haben, eignen sich für eine zielgruppengerichtete Werbemaßnahme – hier sind keine großen Streuverluste zu erwarten. Regionale Ausgaben ermöglichen eine geografische Ansteuerung der Werbung. Des Weiteren gibt es auch zu den üblichen und altbekannten Inhalten Sonderveröffentlichungen im Redaktionsplan mit Themen, die regelmäßig wiederkehren. Diese können von Wirtschaft und Finanzen über Bauen und Wohnen bis hin zu Gesundheit und Urlaub reichen. Dadurch bieten Sonderausgaben    eine spezifische Werbeform und eine zielgruppenspezifische Werbemöglichkeit.
Die Publikationen unterscheiden sich formal nicht nur in der Erscheinungsweise, sondern es gibt auch verschiedene Formate am heimischen Zeitungsmarkt. Als bekanntes Großformat in Österreich gilt das Berliner Format, 430 mm x 325 mm, welches zum Beispiel die Presse, die Salzburger Nachrichten oder auch der Standard verwenden. Ein sehr bekanntes Format ist das Tabloid mit den Maßen ähnlich DIN A4, welches in Österreich durch die Kronen Zeitung bekannt ist. Die Kleine Zeitung hat das Format Halbes Berliner, welches auch annähernd A4 ist. Die Seiten der Zeitungen sind innerhalb des Satzspiegels in senkrechte Spalten eingeteilt. Die Anzahl der Spalten und die Breiten können voneinander abweichen.
Passend zum Format gibt es verschiedene Anzeigenarten. Diese können von einer Doppelseite bis hin zu einer kleinen 1/64-Anzeige reichen. Auch kann die Anzeige als Ganzseite, im Eck-, Hoch- oder Querformat gebucht werden. Des Weiteren wird bei Printanzeigen zwischen Anschnitt und Satzspiegel unterschieden, das hängt davon ab, ob über den Rand gedruckt wird oder nicht. Nun kann noch entschieden werden, ob eine Doppelseite, eine ganze Seite, eine halbe Seite im Hoch- oder Querformat bevorzugt wird.
Um eine besonders hohe Glaubwürdigkeit zu erreichen, bietet sich ein redaktionell gestalteter Beitrag an. Hierbei wird die Werbung in einen Artikel eingebunden und fügt sich dadurch in das redaktionelle Umfeld ein.

Wie kann nun der richtige Titel für die Werbemaßnahme gefunden werden?
Zuallererst sollte die Zielgruppe definiert werden, anhand der typischen Fragen nach dem Alter, dem Geschlecht, dem Bildungsstand und der Interessen.
Hierbei ergibt sich, ob man die große Reichweite in Tageszeitungen buchen oder auf spezifische Zeitschriften setzen sollte.

Wie soll die Anzeige gestaltet werden?
Eine gut gelungene Anzeige soll dem Leser und der Leserin innerhalb von wenigen Sekunden ins Auge stechen und natürlich auch so gestaltet sein, dass sie die Seriosität und Kompetenz des Unternehmens widerspiegelt. Das beworbene Produkt sollte im Vordergrund stehen und der Titel nicht zu lange sein.

Das Logo darf auch auf keinen Fall fehlen, da es dazu dient, das Unternehmen oder die Marke wiederzuerkennen. Es ist somit eines der wichtigsten Bestandteile einer Marke. ein wichtiger Punkt auf der Checkliste ist, dass das Logo deutlich erkennbar ist und der Blick direkt hinführt. Ein genereller Wert ist auch, dass das Logo mindestens vier Prozent der gesamten Anzeige ausmacht. Denn zu kleine Logos können leicht übersehen werden und zu große können wiederum die Anzeige überschatten und das beworbene Produkt wird nicht optimal wahrgenommen.

Eyecatcher: Bilder
Bilder haben gerade in der Printwerbung einen großen Einfluss. Ob nun die gesamte Anzeige aus einem Bild besteht oder ein redaktionell gestalteter Beitrag durch ein Bild unterstützt wird, ändert nichts daran, dass der erste Blick des Lesers oder der Leserin auf das Bild fällt. Bilder können schneller im Gehirn verarbeitet werden und wirken demnach effektiver und überzeugender. Ein großer Bonus ist auch, dass Bilder Emotionen übermitteln können. Diese bleiben wiederum stärker in Erinnerung und sorgen dafür, dass zu einem späteren Zeitpunkt die Gefühle mit der Marke oder dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden.

Vertiefung: der Text
Um eine Werbemaßnahme und dadurch auch die Erinnerung zu vertiefen, eignet sich ein redaktionell gestalteter Text beziehungsweise Beitrag optimal. Um dem Leser oder der Leserin die Informationsaufnahme zu erleichtern, sollte der Text möglichst in kurzen Sätzen geschrieben werden. Auch der Headliner sollte kompakt sein und die Sieben-Wörter-Grenze nicht überschreiten. Zu viele Informationen machen einen Text unnötig lang und hemmen möglicherweise die Aufmerksamkeit. Stattdessen kann auf eine Website oder eine Telefonnummer verweisen werden.
Weiters ist noch wichtig zu beachten, auf welcher Seite die Anzeige in dem Printmedium erscheinen soll. Die am häufigsten verwendeten Platzierungen sind unter anderem die U2 oder auch Seite 2. Diese befindet sich auf der inneren Umschlagseite vorne. U3 ist die innere Umschlagseite hinten und U4 bezeichnet die Rückseite der Zeitschrift. U2 und Seite 3 werden auch Opening Spread genannt, da sie die Doppelseite direkt nach dem Öffnen sind.
Viele Vorteile bieten sich in dem klassischen Printmedium, das trotz Digitalisierung immer noch eine sehr stabile Reichweite hat und als Werbemedium nicht außer Acht gelassen werden sollte.