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Auf der Suche nach dem Sinn. Im Spannungsfeld zwischen Vision, Ergebnissen und Krise.

Der virtuelle Media-Branchentreff drehte sich diesmal um die (krisenbedingt) beschleunigte Digitalisierung und alles, was damit für Unternehmen einhergeht: Eine klare Positionierung, ein passender „Culture-Fit“ und sinnstiftende Unternehmenswerte. Die Keynote zum Thema hielt Markus Kienberger (Independent Consultant). Gemeinsam mit ihm diskutierten anschließend Petra Engl-Wurzer (The Lorenz Bahlsen Snack-World), Marlene Laviolette (Verkehrsbüro Group) und Helmut Kosa (and-us GmbH) am Web-Podium. Die Moderation übernahm Daniela Philipp (Kommunikationsexpertin).

Die Digitalisierung hat Auswirkungen auf alle Branchen. Eine klare Vision und eine einzigartige Persönlichkeit sind daher für Unternehmen, die auch künftig erfolgreich sein wollen, zwangsläufig erforderlich. Aus diesem Grund widmete das FMP Forum Mediaplanung den aktuellen webTALK ganz dem Thema Sinnsuche im New Work Zeitalter. „Gerade weil unser Umfeld tagtäglich im Wandel ist, sind stabile und gleichzeitig anpassungsfähige Unternehmenswerte besonders wichtig“, erklärt Elisabeth Plattensteiner, Vorsitzende des FMP Forum Mediaplanung. „Mit unserem Forum wollen wir das Bewusstsein für diese neue Arbeitswelt fördern.“

Positionierung als Basis für Unternehmenserfolg

Den Auftakt des Abends übernahm Markus Kienberger (Independent Consultant). In seiner Keynote betonte er die große Bedeutung, die die Unternehmenskultur im Zeitalter der Digitalisierung hat. Dabei skizzierte er drei wesentliche Ansätze für die Sinn-Entwicklung einer Organisation: Den Menschen und seine Werte, die betriebswirtschaftliche Sicht sowie den Komplexitätsgrad einer Aufgabe. Im Zuge dessen verwies er auf diverse theoretische Modelle, die den jeweiligen Ansatz anschaulich darstellten. Abschließend fasste er zusammen: In gesunden, authentischen Organisationen ist der Sinn nicht nur eine leere Floskel, sondern ein Werte-Fundament auf dem gelebt wird. Bei vielen Unternehmen entsteht dazwischen allerdings oft eine gefährliche Lücke, die es zu schließen gilt.

Positionierung als Wegweiser in Krisenzeiten

Im Anschluss diskutierten Petra Engl-Wurzer (The Lorenz Bahlsen Snack-World), Marlene Laviolette (Verkehrsbüro Group) und Helmut Kosa (and-us GmbH) gemeinsam mit Kienberger. Moderatorin Daniela Philipp (Kommunikationsexpertin) leitete das virtuelle Podium mit der Frage nach der Bedeutung von Sinn vor dem Hintergrund der aktuellen Krise ein. Dabei waren sich die Experten einig, dass gerade in schwierigen Zeiten eine konkrete Positionierung wichtig ist. Klare Wertehaltungen geben Mitarbeitern und Kunden gleichermaßen Halt und Sicherheit. Im Rahmen dessen erzählten Engl-Wurzer und Laviolette von den Transformationsprozessen in ihren jeweiligen Unternehmen und deren Auswirkungen. Die Krise sehen beide als wertvolle Chance, weiter an der Unternehmenskultur und einer eindeutigen Haltung zu arbeiten.

Positionierung als Rahmenbedingung für Mitarbeiter

In der gemeinsamen Diskussion wurde ebenfalls ersichtlich, dass eine konkrete Sinnorientierung Vorteile für Kunden, aber auch für Mitarbeiter hat. Durch klare Wertvorstellungen können (potenzielle) Arbeitnehmer schnell abschätzen, ob sie zu einem Unternehmen passen oder nicht, so Kosa. Das macht Recruiting-Prozesse, aber auch das Leadership von Teams deutlich leichter. Wichtig ist dabei: Mitarbeiter haben einen wesentlichen Einfluss auf die Positionierung eines Unternehmens, da sie ihre persönlichen Werte miteinbringen. Diese individuellen Haltungen mit jener der Organisation zu vereinen ist die Königsdisziplin der Sinnsuche – ein langfristiger Prozess, der aber schlussendlich wesentlich zum Unternehmenserfolg beiträgt.

Abschließend präsentierte Philipp noch ihr neues Buch „SinnPuls“, das sich ebenfalls mit den Themen des Abends beschäftigt und bald im Handel erhältlich ist.