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Alternative zum Song Contest dauert zweieinhalb Stunden

Statt des wegen der Corona-Krise ausfallenden Eurovision Song Contest 2020 übernimmt die ARD die EBU-Gemeinschaftssendung „Europe Shine a Light“ am 16. Mai. In der nun veröffentlichten Programmübersicht für das Erste sind am Abend des ursprünglich geplanten ESC-Finales für die Show ab 21.00 Uhr zweieinhalb Stunden Sendezeit vorgesehen.

Zunächst hatte es geheißen, die Show solle etwa zwei Stunden dauern. Im vergangenen Jahr dauerte das große Finale inklusive aufwendiger Punktevergabe gut vier Stunden. Bei der jetzigen Ersatzshow soll es kein Voting und kein Siegerlied geben.

„In der Live-Show aus dem niederländischen Hilversum werden all diejenigen geehrt, die in diesem Jahr beim ESC in Rotterdam aufgetreten wären“, heißt es vom Norddeutschen Rundfunk (NDR), der beim Senderverbund ARD für den ESC federführend verantwortlich ist. „In den 150 Minuten gibt es Schaltungen über den gesamten Kontinent, viel Musik und einige Überraschungsauftritte ehemaliger ESC-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer.“

In der Sendung sollen – passend zum Sendungsnamen – alle 41 Interpreten, die dieses Jahr in Rotterdam antreten sollten, gemeinsam den Eurovision-Siegersong von 1997, „Love Shine A Light“, von Katrina and the Waves singen.

Für Österreich hätte Vincent Bueno mit „Alive“ an den Start gehen sollen. Der ORF hat am Dienstag die Jury des „kleinen“ Song Contests bekannt gegeben. Zehn ehemalige ESC-Teilnehmer aus Österreich werden ab 14. April in ORF 1 jene 41 Lieder bewerten, die für den abgesagten 65. Eurovision Song Contest in Rotterdam geplant gewesen waren. Dabei sind Waterloo, Simone, Petra Frey, Manuel Ortega, Alf Poier, Eric Papilaya, Nadine Beiler, Conchita, Zoe und Cesar Sampson.

Am 14., 16. und 18. April lädt ESC-Veteran Andi Knoll ab 20.15 Uhr unter dem Titel „Mr. Song Contest proudly presents – Der ‚kleine‘ Song Contest“ auf ORF 1 zur virtuellen Song-Contest-Challenge. Die zehn Jurymitglieder bewerten jedes Lied – in Anlehnung an das internationale ESC-Voting – individuell mit bis zu 12 Punkten. Nach Ausgabe Nr. 3 stehen damit drei Jurysiegervideos fest. Aus diesen kann dann das Publikum seinen Favoriten zum ESC-Videosieger 2020 krönen. Außerdem gibt es wieder die Möglichkeit für die Zuseher, via Twitter (#ESCORF) Kommentare zu hinterlassen, deren beste dann via Teletext eingeblendet werden.

Ein weiterer Ex-Song-Contest-Teilnehmer steht Ende April auf Puls 4 im Mittelpunkt. Stefan di Bernardo, der Österreich beim Eurovision Song Contest 2004 in Istanbul vertrat, erzählt bei der „Fuck Up Show“ mit Matthias Strolz (28. April, 22.25 Uhr) über seinen Lebensweg vom „gefallenen Songcontest-Star zum Unternehmer“, wie es in der Ankündigung des Senders heißt.