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Corona verzögert europäischen 5G-Ausbau um eineinhalb Jahre

Wegen der Rezession infolge der Coronakrise werden die europäischen Telekom-Unternehmen weniger Geld für Investitionen haben – bis Ende 2021 könnten die Investitionen in den Ausbau des neuen Mobilfunkstandards 5G um bis zu 9 Mrd. Euro geringer ausfallen als bisher geplant, schätzt die Unternehmensberatung PwC. Der Ausbau der 5G-Netze dürfte sich dadurch um ein bis eineinhalb Jahre verzögern.

Der europäische Telekom-Sektor müsse heuer wegen der Corona-Pandemie mit einem Umsatzrückgang um 2 bis 3 Prozent rechnen und bis 2021 mit weiteren 1 bis 2 Prozent, geht aus der aktuellen Studie „Countering the threat to Europe’s 5G rollout“ hervor. Eine Erholung sei nicht vor 2022 in Sicht.

„Covid-19 hat zu einem deutlichen Nachfrageschub nach Netzwerkkapazität geführt und erfordert so zusätzliche Investitionen, um Stabilität und Qualität der heutigen Netze zu gewährleisten“, sagte Thomas Aichberger von Strategy&, der Strategieberatung von PwC. „Gleichzeitig sind Telekommunikationsunternehmen mit erhöhten Zahlungsausfällen, höherer Preissensitivität und verringerter Investitionsbereitschaft ihrer Kunden konfrontiert. In diesem Umfeld müssen Netzbetreiber ihre eigene Investitionsstrategie neu bewerten, um sich ausreichenden Spielraum für den 5G-Ausbau zu erhalten.“