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EU-Wahl – Kritik an Werbespendings für Facebook und Co.

Österreichische Online-Vermarkter kritisieren die hohen Wahlwerbe-Ausgaben der Parteien für internationale Internet-Konzerne. „Seit März wurden der heimischen Medienbranche über 500.000 Euro entzogen“, beklagte Eugen Schmidt von AboutMedia in einer Aussendung des interactive advertising bureau Austria für den Online-Vermarkterkreis Austria (OVK Austria).

Die Digitalsteuer entpuppe sich im Licht dieser Spendings als „Lippenbekenntnis“: „Die Parteien zeigen sich unbeeindruckt von den Steuermodellen der US-Digitalgiganten und schieben Gelder an der heimischen Medienbranche vorbei, anstatt ein klares Bekenntnis zum österreichischen Medien- und Digitalstandort abzugeben.“ Schmidt ortet darin eine „Doppelmoral“ und einen „Affront für alle österreichischen Anbieter und Medienbetreiber“.

Google und Facebook veröffentlichen in diesem EU-Wahlkampf Zahlen zum Werbevolumen der Parteien. Demnach haben die österreichischen Parteien seit März knapp 400.000 Euro in Facebook-Werbung investiert: FPÖ und SPÖ liegen mit jeweils über 120.000 Euro an der Spitze, danach die ÖVP mit 58.000 Euro (Stand: 17. Mai). Google meldete vergangene Woche 109.050 Euro, wobei ebenfalls die FPÖ (58.300 Euro) und die SPÖ (42.400 Euro) vorn lagen.