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Medienhilfspaket – 9,7 Mill. für Tageszeitungen überwiesen

Dank dem Corona-Medienhilfspaket der Regierung haben Österreichs Tageszeitungen diese Woche insgesamt gut 9,7 Millionen Euro an Sonderförderung erhalten. Laut einer Aussendung vom Freitag hat die Medienbehörde KommAustria die Auszahlung der einmaligen Druckkostenbeiträge rund zwei Wochen nach Ende der Antragsfrist am 3. Mai bereits abgeschlossen.

Der gesetzlichen Regelung entsprechend, die der Nationalrat Anfang April beschlossen hatte, erhielten die Inhaber von Tageszeitungen einmalig jeweils 3,25 Euro pro Exemplar der durchschnittlichen Druckauflage ihres Blattes als Druckkostenbeitrag, um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Covid-19-Krise abzufedern. Zugrunde gelegt wurden die Auflagenzahlen des Vorjahres unter voller Berücksichtigung der Häufigkeit des Erscheinens pro Woche.

Wie viel die Zeitungen im Einzelnen bekommen haben, soll nächste Woche veröffentlicht werden, teilte die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) mit. Die Regulierungsbehörde sprach von einer Abwicklung der Hilfszahlungen „in Rekordzeit“.

Im Vorfeld hatte es allerdings Kritik daran gegeben, dass die Regierung die Auflagenzahl zum entscheidenden Kriterium für die Höhe der staatlichen Unterstützung gemacht hat. Neben den Oppositionsparteien SPÖ und NEOS hatten sich etwa auch die Journalistengewerkschaft, Reporter ohne Grenzen oder Presseclub Concordia daran gestoßen.