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Medientage – Branche unter Innovationsdruck

Die Medienbranche sieht sich mit massivem Innovationsdruck, der zuletzt noch „immens gestiegen“ ist, konfrontiert. Das konstatierte APA-CEO Clemens Pig am Donnerstag bei den Medientagen. Doch der Medienwandel biete auch die Chance einer „Demokratie-Dividende“ und einer „Digital-Dividende“, meinte er.

So habe die Corona-Krise gezeigt, welch sichtbaren gesamtgesellschaftlichen Beitrag Qualitätsjournalismus in Zeiten der Verunsicherung und Desinformation leiste. Die Verifizierung von Quellen und Informationen, wie sie die APA heuer mit der Etablierung einer entsprechenden Unit verstärkt habe, sieht Pig daher auch als ein zentrales Innovationsfeld.

Ein weiteres sei Content-Automatisierung. Bei der gehe es nicht darum, Personal einzusparen, sondern mit zusätzlichen Inhalten neue Geschäftsfelder zu erschließen. Außerdem wesentlich werde der Einsatz von AI-Strategien in der Medien-Produktion: Im Zuge einer „stillen Revolution“ würden die Redaktionen so künftig „massiv entlastet“ werden.

Für die heimische Branche insgesamt, aber auch auf EU-Ebene, werde „Kollaboration“ bald die bestimmende Strategie sein, erklärte Pig. „Es ist endgültig der Punkt erreicht, wo nationale und europäische Schulterschüsse notwendig sind.“ Als Beispiel nannte er „Gemeinschaftslösungen“, wie sie die APA etwa in Form der Austria Video Plattform oder des Zeitungs-Kiosks betreibe, aber auch massives Technologie-Outsourcing: „Die USP der Medienbetriebe wird noch mehr die Redaktion sein. Kein Medienbetrieb gewinnt das Match der Zukunft, indem er selber Redaktionssysteme baut.“