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ORF-Befragungsaktion: 23.000 mal Feedback gesammelt

Der ORF hat bei seiner Publikumsbefragung („ORF. FÜR SIE“) rund 23.000 Rückmeldungen gesammelt, macht sich nun an die detaillierte Analyse und zieht erste Schlüsse. Generaldirektor Alexander Wrabetz erkennt als erstes Ergebnis, dass das Publikum „in zahlreichen Bereichen ein Mehr an ORF-Angeboten will“, heißt es in einem Statement gegenüber der APA. Die Aktion ist insgesamt auf ein Jahr angelegt.

Das Publikum konnte sich online, telefonisch oder im Kampagnen-VW-Bulli, der durchs Land tourte, einbringen. Die Rückmeldungen bestanden zu knapp 60 Prozent aus Wünschen und Anregungen, berichtet Wrabetz. Denen „wollen wir so zahlreich wie möglich nachkommen“. Als „erfreulichen Umstand“ bezeichnet man im ORF die Tatsache, dass das „Gebührenthema nicht vorherrschend“ gewesen sei, sondern nur in etwa zehn Prozent der Nennungen eine Rolle gespielt habe. In den nächsten Wochen werden Detailauswertungen vorgenommen, über die auch in den ORF-Programmen informiert werden soll.

Ein inhaltlicher Schwerpunkt war laut ORF der „Ausbau des regionalen und österreich-spezifischen ORF-Angebots“, hier habe man insofern schon mit der Umsetzung begonnen, als es mit „Österreich heute“ auf ORF III eine zusätzliche Bundesland-Informationssendung gebe und die jüngst abgeschlossenen Verträge mit Film- und Musikwirtschaft heimischen Content „auf Jahre“ sicherten.

Mehr Filme und Serien in Originalfassung war ein weiterer oft gehörter Wunsch. Gibt es bereits in großem Umfang, weist der ORF auf sein Zweikanalton-Angebot hin und will die Kommunikation darüber verbessern. Die Zahl der Zweikanalton-Programme soll zudem noch erhöht werden.

„Weniger Wiederholungen“ ist eine altbekannte Forderung, aber keine „genuine“ an den ORF, heißt es am Küniglberg – schließlich sei „viel Content auf vielen Plattformen konsumierbar“. Das Thema Sportübertragungen scheidet die Geister. Manche wollen weniger davon auf ORF eins, denn es gebe ohnehin ORF Sport +. Dort darf der ORF aber keine Premium-Bewerbe zeigen. Andererseits sei Live-Sport auch „sehr attraktives Programm“, das viele Zuseher erreiche.

Zum „Ausbau des Kinderprogramms“, dem Publikum ebenfalls ein Anliegen, verweist der ORF auf sein Konzept für einen „ORF-Player“ – eine „Kinder-App“ sei dort „zentraler Bestandteil“. Dafür brauche es aber Änderungen im Gesetz, etwa was die Sieben-Tagesfrist für Online-Content und „mobile only“-Inhalte betrifft. Das gilt auch für die Anregung, „TVthek-Angebote länger verfügbar zu machen“. Und schließlich könnten die ORF-Teilnehmer „mehr Technik-Tipps“ brauchen, etwa, was die Empfangseinstellungen des TV-Geräts betrifft. Hier führt der ORF seinen Technik-Support „mit mehreren hunderttausend Kontakten im Jahr“ an.

Die nächste Tranche der Befragung ist bereits in Planung, im Herbst soll auch die „Bulli-Tour“ im Rahmen von „Unterwegs in Österreich“ fortgesetzt werden. Ziel ist es, einen „offenen Kanal des Meinungsaustausches nachhaltig zu etablieren“, heißt es im ORF.