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Privatsender drängen auf Reformschritte

Der Verband der Österreichischen Privatsender (VÖP) hat am Freitag seine Forderungen nach medienpolitischen Reformen unterstrichen. Der Medienstandort brauche ein „intelligentes und nachhaltiges Reform- und Finanzierungskonzept“, um die aktuelle „Medienkrise“ bewältigen zu können, erklärte Geschäftsführerin Corinna Drumm.

Anlass für ihre Wortmeldung sind die vom Manstein Verlag veranstalteten „Österreichischen Medientage“, die kommende Woche Mittwoch und Donnerstag über die Bühne gehen. Sie sind der traditionelle medienpolitische Herbstauftakt, und Medienminister Gernot Blümel (ÖVP) wird am ersten Tag ein Impuls-Statement beisteuern.

Drumm verwies auf die Ergebnisse der von Blümel veranstalteten Medienenquete im Juni, diese seien „Handlungsauftrag an die Politik und an die österreichische Medienbranche. Die Probleme sind analysiert und vermessen. Nun wollen wir in einem vom Medienminister geführten, konstruktiven Dialog die passenden Lösungsansätze entwickeln und umsetzen.“

Der VÖP bekräftigte seine Positionen: Es brauche „Kooperation“ zwischen ORF und Privatsender statt einem „zerstörerischen kommerziellen Konkurrenzkampf“. Der ORF müsse seine „Anstrengungen zur Bereitstellung von Public-Value-Inhalten intensivieren“ und „partnerschaftlich mit privaten österreichischen Anbietern zusammenarbeiten“, etwa „im Bereich der Bereitstellung von Programminhalten, der Werbevermarktung oder der technischen Verbreitung von Inhalten“.

Die internationalen „Online-Giganten“ müssten in Regulierung und Besteuerung nationalen Akteuren gleichgestellt werden, um ein „Level-Playing-Field“ zu erreichen, lautet eine weitere Forderung. Und die Medienförderung brauche ein neues Konzept, vor allem „Digitalprojekte“ sollten gezielt gefördert werden.